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Lebensmittelampel – es könnte doch alles so einfach sein

Wie gesunde Lebensmittel eindeutig gekennzeichnet werden können haben wissenschaftliche Studien bereits mehrfach belegt. Dennoch wehrt sich die Industrie und Politik dagegen, aber warum? 


Gesundheit in Deutschland 

Zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland sind übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös). Und auch 15 % der Kinder weisen ein überdurschnittliches Gewicht auf. Übergewicht ist ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Herz -Kreislauf Leiden wie Bluthochdruck und Infakten. Einer der Hauptgründe, neben zu wenig Bewegung, ist eine falsche Ernährungsform. 

Möglichkeiten gesunde Lebensmittel zu kennzeichnen 

Um gesunde Lebensmittel zu kennzeichnen gibt es bereits etliche Möglichkeiten die anhand wissenschaftlicher Studien schon überprüft wurden. In Ländern wie Frankreich, Belgien oder Spanien ist das Kennzeichensystem mit dem Namen Nutri-Score schon weit verbreitet. Eine Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite von Verpackungen soll den Verbrauchern anhand von Ampelfarebn  (grün, gelb und rot) helfen,  gesunde und ungesunde Lebensmittel auf den ersten Blick zu erkennen und somit einen bewussten Einkauf erleichtern.

Ernährungsministerin ist zögerlich

Neben dem Nutri-Score gibt es noch andere evaluierte Möglichkeiten der Kennzeichnung, so ist eigentlich alles gegeben um eine Lebensmittelkennzeichnung auch in Deutschland einzuführen. Und auch der Verbraucherzentrale Bundesverband sowie 22 medizinische Fachorganisationen fordert dies bereits schon seit Längerem. Doch unsere Ernährungsministerin ist zögerlich, welches System in Deutschland eingeführt werden soll, denn den Befürwortern steht der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelweirtschaft BLL gegenüber, der sich gegen die Lebensmittelampel ausspricht. Sie lehnen eine sujektive Bewertung, durch die Verwendung von Ampelfarben, die dem Verbraucher eine Empfehlung suggerieren, angesichts unterschiedlicher Ernährungsformen und -Vorlieben ab.

Nun soll die Bevölkerung entscheiden

Ernährungsministerin Julia Klöckner kündigte schließlich an, dass sie eine repräsentative Umfrage unter Verbrauchern zu diesem Thema durchführen möchte. So soll ein Meinungsforschungsinstitut mindestens 1000 Konsumenten zu den unterschiedlichen Kennzeichensystemen befragen, an das Ergebnis will sich Klöckner dann halten. Nun tut sich bei Einigen die Frage auf ob es wirklich nur um die Interssenintegration der Verbraucher geht, oder ob andere Interessen, etwa die der Lebensmittelindustrie, dahinter stehen. 
 

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