· Kinzigtal Nachrichten, Hanns Szczepanek

Landkauf-Aktion zum Schutz von Bibern

Irmgard Schultheiß betreut das Projekt im Sinntal. Das Bild zeigt sie inmitten einer großen Biberburg. Foto: Naturefund

Knapp 4000 Quadratmeter Fläche will der Verein Naturefund (Wiesbaden) im Sinntal aufkaufen, um den Bestand an Bibern nachhaltig zu schützen.

Rettet die Biber

Für 5 € kann ein „Biberpate“ den Ankauf von vier Quadratmeter Land sichern helfen. Das Landkauf-Projekt soll bis spätestens Mitte Februar abgeschlossen sein. Wenn sich 100 Geldgeber (Biberpaten) finden würden, wäre der geplante Kauf von exakt 3654 Quadratmetern bereits finanziert, erklärte Katja Wiese im Namen der Vereinsgeschäftsführung auf Anfrage unserer Zeitung. Allerdings sei dies keine Obergrenze: „Mehr geht natürlich immer.“

Die Eigentümerin der Flächen nahe der bayerischen Landesgrenze soll die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) mit Sitz in Rodenbach werden. Diese hatte vor gut 20 Jahren gemeinsam mit der hessischen Naturschutzbehörde das erste Biberprojekt im Sinntal gestartet.

Ende der 1980er Jahre wurden dort an den Flüsschen Sinn und Jossa 18 Biber von der Elbe ausgesetzt. Das Experiment glückte damals auf Anhieb. Mittlerweile sind nach Angaben des Verbands mehr als 130 Biber in der Region ansässig.

Artenvielfalt dank Bibern

Der Landkauf betrifft ausschließlich Flächen auf hessischem Gebiet, die sich noch in Privatbesitz befinden. Das in Frage kommende Areal jenseits der Landesgrenze gehört bereits dem Freistaat Bayern sei, erläutert Katja Wiese. Und dieser habe das Gebiet schon vor geraumer Zeit unter Naturschutz gestellt.

Die aufgekauften Flächen werden gemäß dem Naturefund-Projektziel künftig nicht mehr bearbeitet und sich selbst überlassen. Die Begleitung des Projekts übernimmt vor Ort Irmgard Schultheiß aus Steinau-Marjoß übernehmen, die das Projekt dem Naturefund-Verein auch vorgeschlagen hat.

Der Biber ist das einzige Tier, das seinen Lebensraum in großen Teilen selbst gestaltet, in dem er sogenannte Burgen und Dämme baut oder auch Bäume fällt. Dadurch wird Wasser aufstaut, das wiederum angrenzende Wiesen und Felder unter Wasser setzt. Früher waren die Tiere deshalb vor allem den Landwirten ein Dorn im Auge. In Hessen wurde der bis dahin letzte Biber im 19. Jahrhundert erlegt.

In einer von Bibern veränderten Landschaft entstehen jedoch „Lebensräume, die bei uns fast verschwunden sind. Die Artenvielfalt nimmt auf den Biberflächen rasant zu“, teilt Naturefund mit.

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