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Landbrief 03/19 - Der Frühling kann kommen

Saat-Wucherblume
Photo: Pixabay

Der erste Kaufvertrag für die Blühenden Wiesen ist unterschrieben! Erschreckende Zahlen veröffentlicht die Zeitschrift Guardian: Weltweit geht die Zahl der Insekten achtmal schneller zurück als die von Säugetieren oder Vögeln.

Ein Platz für Bienen

Letzte Woche haben wir es besiegelt. Der erste Kaufvertrag für die blühenden Wiesen ist unterschrieben! Rund um Wiesbaden werden wir 5.064 m² Acker, Wiese, Feuchtwiese und Ackerrandstreifen  in den nächsten Jahren nach und nach in Insektenparadiese verwandeln. Vielen Dank für Ihre großartige Unterstützung!

Es sind tolle Grundstücke, die nun zu den Blühenden Wiesen gehören:
Süd-östlich von Wiesbaden-Rambach haben wir ein Grundstück an einem Acker gekauft, auf dem zwei alte, knorrige Obstbäume nun Gesellschaft von Salweiden bekommen werden. Salweiden dienen über hundert Schmetterlingsarten als Futterpflanze! Weiter südlich von den alten Obstbäumen werden nun auch zwei Ackerstreifen zu den Blühenden Wiesen. Auf dem einen Ackerrandstreifen wollen wir mit einer einjährigen, auf dem anderen mit einer mehrjährigen Blühmischung für Farbe, Nektar und Pollen in der Landschaft sorgen.

Außerdem haben wir eine Feuchtwiese am Salzbach gekauft, die  wir zukünftig vor der Verbrachung schützen wollen. Feuchtwiesen sind für die Landwirtschaft meist uninteressant, weil sie mit großen Traktoren nicht befahrbar sind. Dann werden sie nicht gemäht und verbrachen zusehends. Wir wollen die Ausbreitung von Gehölzen an das Ufer des Salzbaches zurückdrängen und eine offene, sonnige und blütenreiche Feuchtwiese schaffen.

Wir schaffen Insektenparadiese, denn es wird höchste Zeit ...

Kein Platz für Bienen

Es gibt sehr viele Insekten auf der Erde. Sie mögen klein sein, doch zusammen wiegen sie 17-mal mehr als alle Menschen zusammen. Doch es werden immer weniger. In den letzten 25 bis 30 Jahren sind 80 % der Biomasse der Insekten verschwunden. Der Guardian zitierte Anfang Februar eine Studie, die eine erschreckende Prognose abgibt: Bei der momentanen Verlustrate könnte die gesamte Insektenwelt in nur einem Jahrzehnt nahezu verschwunden sein. Damit stünde uns ein Kollaps fast aller Ökosysteme bevor.

Die Studie, die in der Zeitschrift Biological Conservation veröffentlicht wurde, nennt die intensive Landwirtschaft, die Urbanisierung und den Klimawandel als Hauptursachen des Insektensterbens. Fast die Hälfte der Insektenarten hat einen Verluste von bis zu 30 % allein im letzten Jahrzehnt hinnehmen müssen. Es ist ganz einfach kein Platz für Bienen in unserer Gesellschaft.

Eine geheimnisvolle Biene

Doch es gibt nicht nur schlechte Nachrichten aus der Insektenwelt. Die größte Biene der Welt, die seit 1981 nicht mehr gesehen wurde, ist doch nicht ausgestorben. Die Wallace-Riesenbiene ist viermal so groß wie eine Honigbiene und hat eine Flügelspannweite von bis zu sechs Zentimeter. Auf einer kleinen Insel Indonesiens ist sie im Januar 2019 von Forschern wiederentdeckt worden. Gut verstecken kann sie sich bei ihrer Größe eigentlich nicht …

Wir wollen mehr gute Nachrichten von und für Insekten! Die ersten Blühenden Wiesen sind gesichert, aber wir wollen noch mehr.  Für unsere blühende Wiesen in Wiesbaden fehlen uns noch ziemlich genau 4.000 m², bis wir den nächsten Bienentraum erfüllen können. Helfen Sie uns! Unterstützen Sie die Blühenden Wiesen, damit es auch in zehn Jahren noch summt!

Spenden für die Blühenden Wiesen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Start in den (summenden) Frühling!

Ihr Naturefund-Team

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