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Jaguar & Co.

Jaguar Foto: Naturefund

Der Nationalpark Patuca ist Teil  des 'Corredor Biológico Mesoamericano', des biologischen Korridors Mittelamerikas. Dabei handelt es sich um Waldflächen und Schutzgebiete, welche sich wie ein lockerer Flickenteppich von Panama bis in den Süden von Mexico erstrecken.

Schnittstelle zwischen den Welten

In Mittelamerika trifft die nordamerikanischen Fauna und Flora auf die südamerikanische. Nadelwälder wechseln sich mit tropischen Regenwäldern ab, der Puma trifft auf den Jaguar und Schwärme von Vögeln und Schmetterlingen nutzen diesen Korridor für ihre Wanderungen vom Norden in den Süden und wieder zurück.

Die Bewahrung von Lebensräumen und ihre Vernetzung ist die wichtigste Maßnahme, um diese einzigartige Artenvielfalt Mittelamerikas zu erhalten. Eine besondere Rolle spielt dabei der Nationalpark Patuca auf honduranischem Staatsgebiet. 

Einzigartige Artenvielfalt im Nationalpark Patuca

Aufgrund seiner Größe mit 3.776 Quadratkilometern und der geografischen Topografie mit Bergen, Hochtälern, verzweigten Flussystemen und ausgedehnten Ebenen beherbergt der Nationalpark Patuca eine Vielzahl von Ökosystemen und damit verbunden eine einzigartige Artenvielfalt. 

Hierzu gehören beispielsweise Tukan, Weißkopfaffe und Harpie, zahlreiche Insekten, Schlangen und Schildkröten, Puma, Ozelot und natürlich der Jaguar.

Bedrohte Raubkatze

Der Jaguar ist die größte Raubkatze des amerikanischen Kontinents. Noch streift er relativ ungestört durch die weiten Wälder am Rio Patuca. Doch sein Bestand ist vor allem durch den Verlust seines Lebensraums bedroht.

Eine weitere zentrale Bedrohung ist die Jagd. Dort, wo die Wälder weniger werden und menschliche Siedlungen vorrücken, kommt der ansonsten scheue Jäger den Menschen immer näher. Es ist eine Begegnung, die in den meisten Fällen für den Jaguar tötlich endet. 

Grundsätzlich gibt es drei Hauptursachen für die Bestandsminimierung des Jaguars:

  • Der dramatische Verlust des Lebensraumes durch Brandrodung und Verinselung von Wäldern führt zur Isolation der Tiere und damit zu ihrem Aussterben;
  • Die Jagd auf die Raubkatze durch Farmer und Jäger;
  • Der Mangel an natürlicher Nahrung, da die Beutetiere des Jaguars durch den Menschen ebenfalls stark dezimiert werden.

In ihrer Not weicht die Raubkatze auf die Nutztiere der Menschen aus, wodurch Hass und Jagd auf den Jaguar nur noch verstärkt werden.

Je kleiner die Waldinseln, desto größer der Artenschwund

Durch Brandrodungen und Raubbau wird der Regenwald immer parzellierter. Je kleiner die Waldinseln, desto größer der Artenrückgang. Der Baumbestand wird lückenhaft und Temperatur und Luftfeuchtigkeit ändern sich deutlich.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen untersuchten diese Waldinseln und stellten dabei fest, dass am Rand der Waldinseln immer mehr Arten verloren gingen.  Einige, weil die Bedingungen sich immer wieder änderten, andere, weil die Insel zu klein war, um eine stabile Population zu erhalten.

Nabelschweine verschwinden und Mücken nehmen zu

Hinzu kommen zahlreiche Wechselbeziehungen zwischen den Arten. Als einer der ersten Bewohner verlassen beispielsweise die Weißbart-Pekaris (Nabelschweine) die Waldinseln. Die von ihnen erzeugten Suhlen verschwinden in Folge und mit ihnen die dort entstandenen Feuchtbiotope.

Bestimmte Froscharten können dadruch ihren Laich nicht mehr im Wasser der Suhlen absetzen und pflanzen sich weniger bzw. überhaupt nicht mehr fort. Infolge dessen vermehren sich deren Beutetiere, wie Fliegen, Mücken und Spinnen. 

Hotspot der Artenvielfalt

Der Nationalpark Patuca ist ein Hotspot der Artenvielfalt. Wenn es gelingt, den natürlichen Lebensraum hier zu bewahren, können zahlreiche Arten überleben.

Die wichtigste Aufgabe ist derzeit, die illegale Rodung im Nationalpark zu stoppen und die abgeholzten Flächen Schritt für Schritt wieder aufzuforsten. Damit eng verbunden ist die Aufgabe, das Verständnis und die Wertschätzung für die Einzigartigkeit der Natur im Nationalpark Patuca bei den Menschen dort wie auch hier zu fördern.

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