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Gefahren durch Feinstaub

Studien an großen Flughäfen weltweit haben nun bestätigt, dass Flugzeuge sowohl in der Luft, aber auch schon an Land ultrafeine Partikel (UFP) ausstoßen und damit zum Anstieg der Ultrafeinstaubkonzentration beitragen. Auch bezüglich der Auswirkung auf die menschliche Gesundheit wurden nun Studien veröffentlicht, die den Feinstaub in der Plazenta nachweisen.


Messungen berichten von ultrafeinen Partikeln

Nicht nur der CO2 Ausstoß von Flugzeugen ist besorgniserregend und ein Grund dafür die nächste Flugreise noch einmal zu überdenken oder durch CO2 Kompensierung auszugleichen. Eine reine CO2 Kompensation reicht nicht aus, denn neuste Messungen am Frankfurter Flughafen berichten von massiven Belastungen durch Ultrafeinstaub der von Flugzeugen ausgestoßen wird.

 

Nach besorgniserregenden Untersuchungen, Intensivierung der Messungen

Im August dieses Jahres wurden ein Bericht veröffentlicht der belegt, dass es zwischen der UFP-Konzentration und den Betriebszeiten des Flughafens in Frankfurt einen starken Zusammenhang gibt: Weht der Wind aus dessen Richtung, steigt die Konzentration – insbesondere von sehr kleinen Partikeln (10-30 Nanometer) – an allen Messstationen täglich ab 5 Uhr morgens rapide an und erreicht innerhalb einer Stunde das Vielfache des nächtlichen Wertes. Gegen 23 Uhr fällt die UFP-Konzentration wieder auf das nächtliche Niveau zurück.
Um nun erforderliche Grenzwerte abzuleiten und effektive Maßnahmen zur Senkung der Ultrafeinstaubkonzentration entwickeln zu können, seien jedoch Langzeitmessungen und belastbare Wirkungsstudien nötig.


Gesundheitliche Folgen des Feinstaubs

Nun wurden zudem neue Studien veröffentlicht welche bestätigen, dass der Feinstaub nicht nur schädlich für Kinder und Erwachsene ist, sondern schon während einer Schwangerschaft bis in den Mutterkuchen vordringen kann. Atmen Mütter in der Schwangerschaft also Feinstaub ein, kann dieser wohlmöglich bis zum Fötus gelangen. 
Forscher der Hasselt Universität in Belgien haben dazu eine Untersuchung durchgeführt, bei der ein Vergleich zwischen der Plazenta von Müttern die während der Schwangerschaft hoher bzw. geringer Luftbelastung ausgesetzt sind, durchgeführt wurde. So wurde nachgewiesen, dass die Partikelmenge in der Plazenta (im Mutterkuchen) von der Stärke der Luftverschmutzung abhängig ist. 
Die Erkenntnisse der belgischen Forscher sagen allerdings nichts über den gesundheitsschädlichen Einfluss der Partikel auf die Entwicklung der Ungeborenen aus. Es lässt sich lediglich ableiten, dass die Feinstaubpartikel die Funktion der Plazenta und damit indirekt das Wachstum des Fötus stören oder dass sie über die Plazenta in den Fötus gelangen könnten.

 

Referenzen: 

https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/luftverschmutzung-feinstaub-kann-in-plazenta-gelangen-a-1287337.html

https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Verkehr-77/Forschungsergebnisse-zu-Luftverschmutzung-Flughafen-Frankfurt-traegt-massiv-zur-Ultrafeinstaub-Belastung-bei-34478.html?fbclid=IwAR3Tjb2YYRv_aQ6fUykwsqPU7OS8H_XOGFr3X0MKL8E1pXUXl-dPze8MmdM

 

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