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Aus gegebenem Anlass: Stromanbieter wechseln!

Sicherheitsrisiko?<br> Foto: Naturefund

Der Unfall im japanischen Kraftwerk Fukushima macht die Menschen betroffen. Die Nutzung erneuerbarer Energien kann zu einem früheren Ausstieg aus der Atomenergie führen. Die gute Nachricht ist: Alle können jetzt etwas tun, durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter.

Keinen Atomstrom mehr

Heute sind noch rund 80 Prozent der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher bei einem der vier großen Stromkonzerne. E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall setzen weiterhin auf Atomenergie. Doch seit der Katastrophe in Japan kämpfen die großen Atomstromkonzerne mit massiven Kurseinbrüchen an der Börse.

Die Bundesbürgerinnen und Bürger können jetzt die Energiewende einleiten. Ein Wechsel zu Ökostromanbietern in diesen Tagen zeigt der Politik und den großen Stromkonzernen, dass erneuerbare Energien gefragt sind.

"Die Ereignisse in Japan haben mich schockiert. Durch diese Katatsrophe wird einmal mehr deutlich, dass Atomenergie ein unvertretebares Risiko darstellt. Die Unbeherrschbarkeit des radioaktiven Materials lässt nur einen Schluss zu: Wir müssen die Atomkraftwerke abschalten." So Katja Wiese, Geschäftsführerin von Naturefund.

Ökostrom oft preiswerter

Ökostrom ist oft preiswerter als herkömmlicher Strom. Je mehr Menschen Ökostrom verwenden, desto mehr finanzielle Mittel zum Ausbau der erneuerbaren Energien stehen zur Verfügung. Die Nutzung von mehr Energie aus ökologischen und natürlichen Quellen kann zudem die Abhängigkeit von Rohöl senken.

Keine Versorgungslücke durch Atomausstieg

Der Ausstieg aus der Atomenergie gefährdet die Stromversorgung der Bundesrepublik nicht. Dietmar Schütz, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE): "Im Jahr 2007 standen beispielsweise bis zu sechs Reaktoren still. Trotzdem hatte Deutschland in dieser Zeit die höchsten Strom-Exportüberschüsse in der Geschichte des Landes"

Im ersten Quartal 2010 stieg die Zahl der Strom-Exportüberschüsse noch einmal deutlich an. Es wurden 6,7 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht. Das bedeutet, Deutschland kann schon jetzt acht Atomkraftwerke abschalten, ohne Versorgungsprobleme zu haben. Eine "Stromlücke", die von der Atomlobby für den Fall des Ausstiegs angeführt wird, gibt es folglich nicht.

Wechsel denkbar einfach

Naturefund hat vier Stromanbieter aufgelistet, die ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien anbieten. Darüber hinaus hat Naturefund auch drei Unternehmen aufgeführt, die Erdgas anbieten, dass durch Klimaschutzprojekte komplett CO2 neutral gestellt wurde. 

Der Wechsel selbst ist einfach. Wer über einen Internetzugang verfügt, kann sich auf den Internetseiten der Anbieter informieren und einen Vertrag abschließen. Diejenigen die keinen Internetzugang haben, können sich die Unterlagen per Post schicken lassen.

Ökostromanbieter:

Elektrizitätswerke
Schönau

Greenpeace Energy 

LichtBlick 

Naturstrom AG

Ökogasanbieter:

Energiehandel-Dresden

Stadtwerke Müllheim
*Produkt:* *ÖKO KLIMA+*

Stadtwerke Lindau
*Produkt:* *LIGas Grün 100*

Wer noch mehr für das Klima tun möchte kann hier:
Einen Baum pflanzen

Oder seinen/ihren individuellen CO2 Verbrauch berechnen:
CO2-Rechner

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