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Palmöl – nicht nur schädlich für die Natur

Palmöl
Photo: Pixabay

In fast jedem zweiten Produkt im Supermarkt befindet sich Palmöl. Doch für seine Herstellung werden nicht nur Regenwälder abgeholzt, die enthaltenen Schadstoffe können außerdem schwere Erkrankungen hervorrufen.

Warum Palmöl?

Palmöl versteckt sich in fast allen Lebensmitteln: In Keksen, Schokoladenaufstrichen, Kosmetik, Tiefkühlpizza bis hin zu Milchpulver und Babybrei. Aufgrund seiner konsistenz- und geschmacksbildenden Eigenschaften ist Palmöl nichtmehr aus der Industrie wegzudenken.

Aufgrund der hohen wirtschaftlichen Rentabilität gibt es global ca. 12 Millionen Hektar Palmöl-Plantagen, was in etwa einem Drittel der Größe von Deutschland entspricht. Im Vergleich zu Raps- oder Sojaöl liefert Palmöl mehr als den dreifachen Ertrag pro Hektar Anbaufläche.

Die schädlichen Inhaltsstoffe

Dass für die Produktion von Palmöl weite Teile des Regenwaldes gerodet werden, ist mittlerweile stark verbreitet. Doch es schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch unsere Gesundheit. Von denen im Palmöl enthaltenen Schadstoffen, die Krebs, Herz-Kreislaufstörungen und Diabetes hervorrufen können, wissen jedoch die Wenigsten. Dabei handelt es sich um Glycidyl-Estern und 3-MCPD – diese Schadstoffe finden sich in den meisten Produkten in denen Palmöl vorhanden ist, meist in hoher Konzentration wieder.

Die Folgen der Schadstoffe

Diese Schadstoffe entstehen bei der Raffination und somit industriellen Verarbeitung von Palmöl und werden von dem Bundesinstitut für Risikobewertung als „Kontaminanten in Lebensmitteln, die ein gesundheitsschädigendes Potential aufweisen und daher in Lebensmitteln unerwünscht sind“ deklariert. Die beiden Stoffe werden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sogar als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Obwohl diese Schadstoffe auch bei der Erhitzung von anderen Pflanzenölen entstehen, entstehen sie bei keinem anderem Öl in so hoher Konzentration.

Deshalb sollte man so wenig Palmöl wie möglich zu sich nehmen. Die EFSA legt als Höchstgrenze eine „tolerierbare Aufnahmemenge“ von 2 Mikrogramm 3-MCPD-Ester pro Kilogramm Körpergewicht fest. Diese ist jedoch bei vielen Produkten schnell überschritten.

Risiko vor allem bei Kindern

Besonders bei Kindern ist der Grenzwert schnell überschritten. Bereits nach zwei Stücken Milka Erdbeer-Schokolade oder zwei dünn bestrichenen Broten mit Rama Margarinen wäre dieser Wert erreicht. Und dabei muss man berücksichtigen, dass Kinder und Erwachsene an einem Tag eine Vielzahl an palmölhaltigen Produkten zu sich nehmen.

Im September 2018 wurde ein EU_Grenzwert von 1.000 Mikrogramm pro Kilogramm Öl bzw. Fett festgelegt. Da jedoch bereits einzelne Moleküle der Substanzen die DNA schädigen können, sollte man langfristig überlegen diese Substanzen ganz zu verbieten. Nicht nur unseren Körpern, sondern auch der Umwelt zu Liebe.

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