· Naturefund-Landbrief

Hirschkäfer im Perlgras-Buchenwald

Hirschkäfer Foto: J. F. Gaffard

Damit die einzigartigen Hirschkäfer geschützt werden können, ist es enorm wichtig den Buchenwald zu schützen. 

Käfer mit 'Geweih'

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein warmer leichter Sommerwind bläst durch den Buchenwald. Nicht mehr lange, und die Früchte der alten Buchen, die Bucheckern, sind reif und fallen zu Boden. Aus ihnen werden dort, wo es die Verhältnisse zulassen, also wo alte Buchen sterben, neue entstehen.

So vollzieht sich der dauerhafte Kreislauf in der Natur, wo unablässig Leben vergeht und neues entsteht. Ähnlich ist es auch mit den Hirschkäfern in unserem Perlgras-Buchenwald. Der größte heimische Käfer mit dem imposanten 'Geweih' ist nur wenige Monate im Jahr in seiner vollen Schönheit zu sehen.

Die fertig entwickelten Käfer schlüpfen von Mai bis Juni aus ihrer Puppenwiege, in welcher sie den Winter im Erdboden verbracht haben. Anschließend gehen sie sofort auf Partnersuche, denn die verbleibende Zeit ist kurz. Dabei kommen die spitzen Zangen zum Einsatz, mit denen sich die bis zu zehn Zentimeter großen Männchen heftige Rivalenkämpfe liefern. Verletzt wird dabei aber normalerweise kein Tier.

Zur Nahrungsaufnahme hingegen benötigen sie die Beißwerkzeuge nicht. Hirschkäfer sind reine Vegetarier und leben vom Baumsaft, der an Wunden austritt. Ganz besonders bevorzugt wird dabei der Saft der Wildbirnenbäume am Rande dieses Perlgras-Buchenwaldes.

Hirschkäfer-Larven leben länger

Nach der Paarung sind die Männchen so erschöpft, dass sie bald darauf sterben. Die Weibchen, deren Zangen etwas kleiner sind, legen noch bis jetzt in den August Eier in den Erdboden an morschen Baumstümpfen oder unter liegendem Totholz von alten Buchen und Eichen. Die weißlichen Larven, die sich aus den Eiern entwickeln, ernähren sich von dem 'toten Holz'.

Während die erwachsenen Käfer nur einige Wochen leben, brauchen die Larven in der Erde bis zu 8 Jahren, bis sich die fertigen Käfer daraus entwickelt haben. Deshalb ist es auch so wichtig, dass so ein Wald mit alten, z. T. abgestorbenen Bäumen, geschützt wird.

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