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Blog 1 - Ein erstes Hallo aus Bolivien

Señora Calixta Ledesma beim Besuch einer Parzelle auf 3,000 m Höhe. Foto: Naturefund

Erster Bericht aus Bolivien. Die Anden sind kahl. Auf dem Agroforstkongress in Cochabamba werden Studien diskutiert, die nachweisen, wie hochrentabel Agroforst ist.

Hoch in den Anden

Lieber Leser & liebe Leserin,

ein erstes Hallo aus Bolivien. Ich bin heil angekommen. Das Schönste ist der Flug von Santa Cruz im Tiefland hoch in die Anden ins Tal von Cochabamba. Der Flug ist in einer kleinen Maschine mit unverstelltem Blick auf die Anden, leider sind die meist kahl.

Ich presse meine Nase am Fenster platt und denke darüber nach, wie dort wieder Wald wachsen könnte. Ich bin nicht die Einzige mit solchen Gedanken.

4. Internationaler Agroforstkongress

Am Montag, den 10.08.2015, beginnt der 4. Kongress über Agroforst in der Katholischen Universität San Pablo in Cochabamba und ich treffe Gleichgesinnte. Gut 200 Menschen sind angereist, darunter Wissenschaftlerinnen und Bäuerinnen, Vertreterinnen von NGOs und aus der Politik sowie viele Studentinnen, die Männer mit eingeschlossen.

Wir hören zahlreiche Vorträge zum Thema Agroforst, darunter werden zwei Studien vorgestellt, die wissenschaftlich untersucht haben, ob und wie Agroforst im Vergleich zu anderen Anbausystemen ökonomisch rentabel ist.

Agroforst ist am rentabelsten

Agroforst schlägt alle, sowohl im Nettoeinkommen wie auch in der Zufriedenheit der Bauernfamilien. Zudem ist Agroforst gemessen im Tonnenertrag am produktivsten.

Warum ist das nicht bekannt? Warum plant die bolivianische Regierung unter Evo Morales 10 Millionen Hektar Regenwald in Soyaplantagen umzuwandeln? Naturefund will jetzt eine Datenbank aufbauen, die wissenschaftliche Studien zum Thema Agroforst mit ihren Ergebnissen sichtbar macht. Es ist ein erster Schritt.

Zwiebeln neben Bananen in 3.000 m Höhe

Am nächsten Tag besuchen wir dynamische Agroforstparzellen und staunen darüber, was sich aus einer kargen Landschaft alles macht lässt. Da wachsen Zwiebeln neben Bananen in 3.000 m Höhe, da blühen Apfelbäume neben Mais.

Morgen und Übermorgen bin ich in Sacaba und besuche die 13 Bauernfamilien, die mit der Hilfe von Naturefund auf dynamischen Agroforst umgestellt haben. Die Idee ist, kleine Videointerviews mit ihnen zu machen und sie zu Wort kommen lassen. Auch das ist ein Schritt, sichtbarer zu machen, wie gut es den Menschen mit dynamischen Agroforst geht ... und der Natur.

Ich melde mich bald wieder. Schöne Grüße in das warme Deutschland, hier ist es gerade 11 Grad kühl.

Machen Sie mit und pflanzen Sie jetzt Bäume mit uns!

Herzlichst
Katja Wiese

Blog 3 - Der Traum

Blog 2 - Besuch der Parzellen

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