· Caro Molkenthin von Naturefund

Wir sind die Rettung der Welt...

Postkarte der Kunst AG Leibnitzschule Foto: Naturefund

Die Kunst AG der Wiesbadener Leibnizschule macht sich für den Umweltschutz stark und bringt jede Menge kreativer Ideen hervor.

Donnerstag 14:00 Uhr

Das ist die Startzeit der Kunst AG der Leibnizschule in Wiesbaden. Ich war gestern dort und habe mich von der energiegeladenen, kleinen Bande mitreißen lassen, die zum Tag der offenen Tür am Samstag den 4. Dezember 2010 eine ganz besondere Aktion vorbereitet: Werbung für den Naturschutz.

Die Leiterin der Kunst AG, Barbara Bitsch, bat vor einigen Wochen die Geschäftsführerin von Naturefund, Katja Wiese, in den Unterricht, um den Kindern etwas zum Thema "Biotope" zu erzählen, dem aktuellen Thema der Kunst AG. Katja Wiese kam, erzählte und traf auf große Neugier und ein ausgeprägtes Engagement. Vom Biotop ging das Gespräch über in Fragen, was denn eine Naturschutzorganisation macht und wie und warum und womit ...

Katja Wiese erzählte vom aktuellen Kiebitz-Schutzprojekt und ihre Begeisterung sprang über, oder war es umgekehrt? Spontan entschlossen sich die Kinder zu einer Aktion für Naturefund. 

Tag der offenen Tür

Am Samstag, den 4. Dezember 2010, von 09:00 - 13:00 Uhr veranstaltet die Leibnizschule einen Tag der offenen Tür für Grundschulkinder und deren Eltern.

Zu diesem Anlass entschlossen sich die Schüler der Kunst AG, eine Werbeaktion zu starten. Sie wollen mit Plakaten die Aufmerksamkeit der anderen Kinder und Eltern wecken, mit ihnen über das Thema Naturschutz und Kiebitz sprechen und auch gleich zum Spenden animieren. 

Spiele und Fragen

Gestern habe ich mir die Ergebnisse angesehen. Wow! Ich war echt beeindruckt. Kaum war ich in dem Klassenraum angekommen, da wurde ich schon bestürmt, zu einem Tisch gezogen auf dem ein selbstgebasteltes Tier-Memory-Spiel  lag. Ich habe mich gleich ordentlich blamiert, weil ich natürlich nicht die richtigen Karten zog.

Als ich mir das Plakat auf dem Nebentisch anschaue, werde ich mit Fragen bestürmt: "Wie funktioniert das mit den Spenden? Was passiert mit den Urkunden? Was können die Leute denn spenden?  Was müssen sie dafür machen? Warum können sie nur zwei Quadratmeter schützen? Gibt es etwas zu verkaufen, um damit Spenden zu sammeln? Wissen die Spender und Spenderinnen, welche zwei Quadratmeter sie schützen? Kann das geschützte Land besucht werden? Warum wird eine Wiese geschützt?"

Ich erzähle vom Kiebitz, dass er auf dem Boden brütet und seine Nester mit Eiern und Küken oft durch landwirtschaftliche Maschinen zerstört werden. Ich berichte von der zunehmenden Technisierung der Landwirtschaft, die immer mehr Wiesen trockenlegt und intensiv bewirtschaft. Der Lebensraum Feuchtwiese geht für den Kiebitz und für viele andere Arten dadurch verloren. Wo soll der Kiebitz zukünftig überleben und seine Jungen groß ziehen?

Ich erkläre, dass wilde, aussterbende Arten nicht einfach gefangen und in einen Käfig gesteckt werden können. "Oder was würdest du davon halten, wenn ich dich in ein Aquarium stecke, indem du kaum Platz hast? Würde dir das gefallen? Jeder braucht eben seinen eigenen Lebensraum ..."

Verschiedene Aktionen

Bei den Schülern und Schülerinnen entsteht die Idee, die Postkarten von Naturefund für einen Euro zu verkaufen. Gleich werden die ersten "Finanzkonzepte" entwickelt und ein Schüler fragt, ob er in einer Etage mehr Geld für eine Postkarte nehmen könne, als in einer anderen: "Tja, ich bin eben Geschäftsmann!" sagt der Knirps mit frechem Grinsen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kunst AG kommen aus unterschiedlichen Klassen, ältere und jüngere Kindern entwickeln gemeinsam Ideen und führen sie aus. Eine Gruppe hat eine riesige Weltkarte zusammengebastelt und trägt dort die Länder ein, in denen die Schutzgebiete von Naturefund liegen oder in denen Naturefund wieder aufgeforstet hat.

Es macht Spaß zu helfen

Am Ende habe ich alle gefragt, warum sie bei dieser Aktion mitmachen und was sie davon haben. Ihre Antworten machen Hoffnung für die Zukunft, denn hier wächst ein Bewusstsein für die Natur und ihren Erhalt. Die häufigsten Antworten waren: "Ich mache mit ...

  • um bedrohte Tiere zu schützen;
  • um etwas Gutes für die Natur zu tun;
  • weil ich Tiere liebe und helfen will;
  • weil ich die Idee gut finde und es Spaß macht."

Und eine Antwort lautete: "Die Menschen haben nicht das Recht, Tiere zu vernichten und auszurotten!"

Es stimmt noch immer: Kindermund tut Wahrheit kund.

Informationen zum Tag der offenen Tür: Leibnizschule

Alle, die auch Land für den Kiebitz schützen möchten, die es aber nicht unbedingt in die Schule zieht, können hier: Land schützen

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