· Naturefund Pressemitteilung

Urlaub in der Plastiksuppe

Pelikan im Plastikmüll Foto: Naturefund

Forscher und Forscherinnen aus Frankreich beziffern die Plastikmüllrate im Mittelmeer auf etwa 500 Millionen Tonnen. Plastik wird am Strand von Badenden zurückgelassen oder von Bord eines Schiffes geworfen. Weltweit werden jedes Jahr 225 Millionen Tonnen Plastik produziert. Aus Erdöl hergestellt, ist das leicht formbare Material ideal: Robust, extrem haltbar und vor allem - zu billig, als dass man sorgsam damit umgehen müsste.

Nur die Spitze des Müllbergs

Die globale Recyclingrate liegt bei wenigen Prozent. Nach Berechnungen der Meeresschutzorganisation GreenOcean schwimmt im Mittelmeer durchschnittlich alle 80 Meter ein größeres Stück Plastik im Wasser. Hinzu kommt der Plastikmüll, der unter der Oberfläche treibt oder sich auf dem Meeresboden ansammelt.

Was an den Küsten und auf dem Wasser zu sehen ist, sei nur die Spitze des Eisbergs, erklärt der NABU-Meeresexperte Kim Detloff: „Mehr als 70 Prozent des Mülls sinkt zum Meeresboden und bleibt unseren Augen verborgen“.

Gefahr für Leib und Leben

Allzu oft richtet dieses Treibgut fatale Schäden an. Richard Thompson, britischer Biologe, berichtet von Albatrossen und Möwen, die sich in Plastiknetzen verheddern, von Seeottern, die an Sixpack-Ringen ersticken oder von Meeresschildkröten, die Einkaufstüten verschlingen, weil sie diese mit Quallen verwechseln.

Auch für den Menschen kann der fein zermahlene Plastikmüll gefährlich werden. Von kleinsten Organismen und Meerestieren für Plankton gehalten und gefressen, die wiederum als Nahrung dienen für Fische, landet Plastik auf Umwegen dann wieder auf unseren Tellern.

Andere Länder - härtere Maßnahmen

In der Europäischen Union gilt es, neue Vorschriften für umweltfreundlichere Produkte und vor allem Verpackungen durchzusetzen. Unter anderem sollte der Verbrauch von Einwegverpackungen stärker eingeschränkt und Alternativen zu Plastik gefördert werden.

Andere Staaten haben bereits die Initiative ergriffen. So verkündete die australische Regierung vor kurzem, dass sie Plastiktüten verbieten will. Im pazifischen Zwergenstaat Palau müssen Reisende, die mit einer Tüte erwischt werden, einen Dollar Strafe zahlen. Noch rabiater gehen die Behörden auf Sansibar vor: Wer dort Plastiktüten einführt oder verteilt, zahlt bis zu 1.560 €.

„Plastik durchdringt unsere Leben. Wir sind so daran gewohnt, dass wir dem kaum Beachtung schenken," sagt Katja Wiese, Geschäftsführerin von Naturefund. " Immer mehr Studien weisen jedoch auf die Gefahren für die Umwelt und die menschliche Gesundheit hin. Wir müssen umdenken und am besten komplett auf Plastik verzichten, möchten wir uns und unsere Umwelt retten“.

Mehr zum Thema Plastik erfahren Sie unter: www.plastic-planet.at

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Pressekontakt:

Caro Molkenthin
Tel.: +49 611 50 45 810 14
caro.molkenthin(at)naturefund.de

Naturefund e. V.
Sonnenberger Straße 20a
65193 Wiesbaden
www.naturefund.de

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