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Projekt Malawi: Anpflanzen statt Abholzen

Seit 2017 unterstützt Naturefund die malawische Organisation „Renew’N’Able Malawi“ und das lokale Unternehmen „ecoLodgy Ltd“. Es handelt sich dabei um das Förderprogramm „Community Agroforestry Farmers’ Support Programme“ - kurz CAFP. 

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Das Ziel des Projektes ist es, die Kleinbauernfamilien in der Methode des Dynamischen Agroforsts auszubilden und sie darin zu unterstützen, diese Methode auf ihrem Land umzusetzen. Dazu werden die Kleinbauern zu Experten von nachhaltigem Anbau ausgebildet, sodass sie die Technik des Dynamischen Agroforsts in ihren Dörfern verbreiten und etablieren können. Bisher haben die Subsistenzbauern lediglich den konventionellen Anbau angewendet.

In den Workshops, welche aus einem theoretischen und einem praktischen Teil bestehen, lernen sie Pflanzen kennen, die sie zukünftig nachhaltig anbauen werden, und wie man diese richtig pflegt. Sie erfahren außerdem die wichtigen Hintergründe, weshalb das Abholzen der Bäume so umweltschädlich und der nachhaltige Anbau so wichtig sind.

Der Workshop

Am 1. und 2. November sind die an dem Förderprogramm teilnehmenden Kleinbauern für einen zweitägigen Workshop zusammengekommen. Dort haben sie sich mit der Bedeutung von Bäumen, kraftstoffsparenden Kochherden und alternativen Brennstoffquellen auseinandergesetzt. Sie lernten, welche Auswirkungen die schnelle Abholzung der Wälder in Malawi mit sich bringt und dass der Einsatz von alternativen Energiequellen der Klimaerwärmung entgegenwirken. Zudem wurden sie über die Zusammenhänge zwischen dem Abholzen von Bäumen und Problemen wie Bodenerosion und dem Austrocknen von Flüssen informiert.

In Malawi wird der meiste Wald noch immer für die Herstellung von Kohle verwendet, da nahezu alle Familien mit Kohleöfen kochen. Um dieses Problem zu mindern wurde den Teilnehmern am ersten Workshop-Tag beigebracht, dass sie statt den Bäumen aus den Wäldern Bambus als schnell wachsenden Biomasseversorger, als Recyclingbriketts und nachhaltige Holzkohle verwenden können. Dabei schienen die Teilnehmer sehr inspiriert zu sein und tauschten sich eifrig mit dem Team aus. Insgesamt zeigten sie großes Interesse, mehr über Nachhaltigkeit und den richtigen Anbau von Bambus zu erfahren.

Es entstand ein offener Austausch zwischen dem Team und den Teilnehmern. Die Bauern erklärten, weshalb sie sonst noch die Bäume abholzen und verbrennen. Bisher kannten sie keine alternative Möglichkeit, um Ziegelsteine für den Hausbau herzustellen. Daraufhin haben alle zusammen nach Lösungen für die Zukunft gesucht und nachhaltige Wege gefunden und besprochen. In Zukunft soll in eine Maschine investiert werden, welche von Dorf zu Dorf verliehen wird und der Ziegelherstellung dient.

Am zweiten Tag des Workshops haben die Teilnehmer gelernt, wie sie ihre Bäume pflegen und schneiden, wie sie das Saatgut vermehren können und welches Saatgut die beste Wahl ist. Die Landwirte konnten eine Menge neues Wissen mitnehmen, sodass ihre Bäume in Zukunft gesund wachsen und eine hohe Qualität aufweisen werden.

Am Ende des Tages erhielt jeder Teilnehmer einen Biomassenkocher und einen Baumsämling.

Aktionstag: Bambus pflanzen

Bambus schneiden statt Wälder roden: Nachdem das große Potenzial von Bambus als stabile Brennholzversorgung besprochen worden war, haben die Landwirte mit Hilfe des ecoLODGy-Teams am 6. und 7. Dezember Baumbussetzlinge gepflanzt. Dabei wurden sie über Faktoren informiert, die beim Einpflanzen der Samen zu beachten sind, sowie über die Pflege des Bambus aufgeklärt. Jeder Teilnehmer bekam fünf Bambussämlinge und konnte sie beliebig am Haus und am Feld anpflanzen. So wird zum einen nachhaltiger Kochbrennstoff geliefert und zum anderen dient der Bambus als natürlicher Zaun zum Schutz vor Vieh, Bodenerosion oder auch Wind. Jetzt wächst der Bambus mindestens zwei Jahre, bevor die Landwirte ihn einsetzen.

Monitoring

Alle zwei Wochen kommen die Feldkoordinatoren von RENAMA Intern & ecoLODGy zu den Agroforstgärten, um zu schauen, wie die Kleinbauern arbeiten und wie sie mit dem Agroforstprojekt zurechtkommen. Die Kleinbauern berichten von ihren Fortschritten und Problemen, wobei sie immer auf die Unterstützung des Teams zählen können. Das Team bietet den Landwirten zu jeder Zeit seine Hilfe an und steht bei allen Fragen zur Verfügung.

 

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