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Projekt im Tal der Bastpalmen wird fortgesetzt

Die teilnehmenden Kleinbauern
Foto: Ralf Schaab

Im vergangenen Jahr startete Naturefund ein Pilotprojekt in Malawi und unterstützte 20 Kleinbauernfamilien vom konventionellem Anbau auf den artenreichen Anbau mit Dynamischen Agroforst zu wechseln.

Die Felder der Familien lagen rund um das Nantipwili-Flusstal in Süd-Malawi. Hier gibt es noch kleine Waldrestbestände, in denen die äußerst seltene Bastpalme (Raphia farnifera) wächst. Auch zahlreiche seltene und meist bedrohte Tierarten haben hier einen letzten Zufluchtsort gefunden.

Unsere Partner vor Ort sind Renew’N’Able Malawi und ecoLODGy. Gemeinsam wollten wir mit dem Projekt einen ersten Schritt machen, um die kleinen Waldreste besser zu schützen. Dynamischer Agroforst ist dafür ideal, denn die Methode nutzt gezielt eine Vielfalt an lokalen Bäumen und Büschen und verbindet diese mit Ackerkulturen. Richtig gemacht führt diese Kombination schnell zu einem erhöhtem Ertrag und hilft so armen Kleinbauernfamilien, ihr Überleben zu sichern – während sie gleichzeitig aufforsten. 

Malawi – eines der ärmsten Länder der Welt

Das ist besonders in Malawi wichtig, denn es ist eines der ärmsten Länder der Welt, mit einer jährlichen Entwaldungsrate von 3%. Das kleine Land ist akut von Wüstenbildung und dem kompletten Verlust der heimischen Natur bedroht.

Dank Dynamischen Agroforst konnten die 20 Familien in der ersten Projektphase ihre Gärten mit zahlreichen Bäumen anlegen und im Laufe der folgenden Monate reichlich Gemüse und Obst ernten. Immer mehr Neugierige kamen und fragten, was das Besondere an der Methode sei und wollten mitmachen. 

Zweite Projektphase arbeitet mit fünf Dörfern

Daher starten wir jetzt die zweiten Phase. Zuerst wählten wir fünf Dörfer aus, die rund um das Nantipwili-Flusstal und deren Flusszuläufe liegen. Die Dörfer Khombaniwa, Machemba und Bernard befinden sich direkt im Nantipwili-Flusstal. Khombaniwa grenzt zudem direkt an das Dorf Sumbuleta, wo die Mehrheit der erste Gruppe aus 2017 lebt. Da die erste Gruppe auch in der zweiten Phase mitmacht, fassen wir diese beiden Dörfer zu einem zusammen. Die anderen beiden Dörfer sind Chiwaya und William, die beide an einem Nebenfluss liegen. 

Es gab großes Interesse und viele wollten mitmachen. Wir konnten nicht alle nehmen und stimmten uns daher eng mit den Dorfvorstehern ab. Aus jedem Dorf wurden vier Personen ausgewählt, deren Feld in der Nähe des Flusses liegt, die Lernbereitschaft und Innovationsgeist zeigen, sowie die Tendenz zum „Influencer“ aufweisen, also die Fähigkeit besitzen, die Prinzipien von Dynamischen Agroforst Anderen zu vermitteln. Die Wahl fiel uns nicht leicht, doch am Ende entstand eine lebendige Gruppe mit einem Anteil von 75% Frauen und 25% Männern.

Die wichtige Funktion der Bäume vermitteln

Bereits im Oktober und November 2018 fanden die ersten vier Workshops statt. Im Schatten eines Baumes wurden dabei die Prinzipien der neuen Anbaumethode erklärt und die Funktion der Bäume in einem Pflanzensystem sowie Bewässerungsformen in Theorie und Praxis vermittelt. Die Familien aus der ersten Gruppen machten auch diesmal mit und konnten viel von ihren Erfahrungen beitragen. Gerade der Austausch zwischen den Bäuerinnen hilft sehr, eine neue Methode zu vermitteln. Auch die regelmäßigen Treffen stießen bei allen auf große Zustimmung, denn so konnten sie sich miteinander austauschen, die Lehrer konnten auf Fragen und Hindernisse eingehen und den neuen Ansatz in der Landwirtschaft mit einer großen Vielfalt und mit Bäumen vermitteln. 

Die Deutsche Umwelthilfe und der Hand in Hand-Fonds unterstützen bereits das erste Pilotprojekt 2017 und sind auch diesmal mit einer großzügigen Spende dabei. Auch viele Paten und Patinnen machen mit. Helfen Sie uns auch, die Natur im Tal der Bastpalmen zu retten!

 

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