· Naturefund Praktikant

Pioneer into Pratice - Meine Zeit bei Naturefund

Als Pioneer bei Naturefund Foto: Naturefund

Im Rahmen des EU-Programms „Pioneers into Practice“ habe ich die Möglichkeit genutzt, für einen Monat in die Arbeit der Naturschutzorganisation Naturefund hineinzuschnuppern.

Vernetzung von Akteuren

 Der Verein Naturfund e. V. bot mir im Rahmen dieses Programms eine Stelle an, in deren Rahmen das Projekt „Euklid – Klimakorridore“ betreut und vorangebracht werden sollte.

Naturefund e. V. ist ein Verein, der die Idee, Land zu kaufen, um es zu schützen, in die Tat umsetzt. Naturfund sammelt mit Hilfe seiner Website aber auch über andere Kanäle Geld, um konkrete Flächen zu kaufen und bezieht die Spender auch in die Projekte mit ein.

Flächen die gekauft werden sollen werden auf der www.naturefund.de mit Karte, Bilder und Videos vorgestellt und die Spender erhalten auch ein Zertifikat, dass sie sich an der Rettung einer Fläche beteiligt haben. Der Fokus von Naturefund liegt dabei auf Flächen in Deutschland. Aber auch Projekte in Lateinamerika werden unterstützt.

Mit dem Ziel Natur zu schützen und dem Klimawandel entgegenzutreten, passt Naturefund damit perfekt zu den Zielen des „Pioneers into Practice“-Programms (PiP) und zu meinen eigenen Überzeugungen. „PiP“ vernetzt „Pioniere“ aus Universitäten, Wirtschaft und Verwaltung, damit diese sich in Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit fortbilden können, um im Sinne des Klimaschutzes wirken zu können.

Dem Klimawandel entgegentreten

Auch ich möchte dem Klimawandel entgegentreten. Mit meinem Studium der „Umweltwissenschaften“ und der „Regenerativen Energien“ hatte ich die Möglichkeit, Naturefund bei der Schaffung von Klimakorridoren, Biotopverbünde quer durch Europa, zu unterstützen. Die Vernetzung von Biotopen ermöglicht Lebewesen entlang dieser Achsen zu wandern.

Da der Klimawandel bereits in vollem Gange ist und es zurzeit auch nicht so aussieht, als ob das wenig ambitionierte 2-Grad-Ziel erreicht werden wird, ist es nötig, dass Tieren die Möglichkeit geboten wird, in andere Biotope mit für sie besseren klimatischen Bedingungen auszuweichen. Klimakorridore bieten, indem sie die Fragmentierung von Landschaft vermindern, diese Möglichkeit und sorgen damit dafür, dass die Artenvielfalt erhalten werden kann.

Bis zu einem solchen Verbund von Biotopen quer durch Europa ist es ein langer Weg und ich bin zusammen mit Naturefund ein paar weitere Schritte gegangen und habe geholfen einen Fragenkatalog zu erstellen, um mögliche Akteure eines solch großen Projektes interviewen zu können. Die Interviews sollen Auskunft darüber geben, welche weiteren Akteure berücksichtigt werden sollten. Naturefund möchte auf Basis dieser Interviews seine Stärke „Kommunikation“ in das Projekt mit einbringen und eine Plattform schaffen in der sich alle Projektbeteiligte vernetzen können.

Gute Kommunikation ist wichtig

Gute Kommunikation ist essenziell, um solch ein großes Projekt umsetzen zu können. Neben der Vernetzung der Akteure fördert gute Kommunikation auch (positive) Aufmerksamkeit für Klimakorridore, erhöht die Akzeptanz und hilft weitere engagierte Menschen zu gewinnen.
Ein weiteres Projekt das ich bei Naturefund umsetzen konnte, war die Vernetzung der Social Media Plattformen. Neuigkeiten, die auf der naturefund.de veröffentlicht werden, werden nun automatisch bei Facebook, Google Plus und Twitter veröffentlicht. Auch Updates bei Facebook werden ohne weiteres Zutun von Naturfund bei anderen Social Media Plattformen veröffentlicht. Dies erspart Naturfund die Arbeit, jede Neuigkeit manuell auf verschiedenen Kanälen zu veröffentlichen.

Während meines Praktikums bei Naturefund hatte ich auch den Raum, mir neue Fähigkeiten anzueignen. Um einen weiteren Öffentlichkeitskanal mit einbeziehen zu können, habe ich erlernt Videos zu erstellen, die ein Projekt mit einer Collage aus Videomaterial, Bilder, Ton und Text vorstellen.

Höhepunkt: Ausflug zu einem künftigen Projekt

Das Arbeiten bei Naturefund hat mir viel Spaß gemacht. Alle Personen, von der Geschäftsführerin Katja Wiese bis zur Schülerpraktikantin Anna, haben immer ein offenes Ohr, um Ideen vor dem Bildschirm oder auch bei einer Tasse Kaffee gemeinsam zu diskutieren. Weiter aufgelockert wird das produktive Arbeitsklima durch tägliche gemeinsame Mittagessen (immer ohne Plastik!) und Fahrradtouren. Ein Höhepunkt dabei war der Ausflug zu einem künftigen Projekt mit Picknick am Rande einer schützenswerten Magerwiese, umgeben von Schmetterlingen und in Hessen seltenen Arnika-Blumen.

Auch nach dem Ende meiner Zeit bei Naturefund werde ich mit Naturefund verbunden bleiben. Aus meiner Zeit bei Naturefund ergab sich die Möglichkeit auch weiterhin frei bei Naturefund mithelfen zu können und damit auch zukünftig im Rahmen von privatem und beruflichem Engagement an der Erhaltung unserer Umwelt mitarbeiten zu können. Ein Praktikum bei Naturefund empfehle ich jedem sehr der sich für den Klimaschutz einsetzen und sehen möchte, wie eine Naturschutzorganisation arbeitet.

Wiesbaden, Juni 2014
Steffen Rettig

Mehr über die Idee der Klimakorridore

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