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Ozeankonferenz fordert stärkere Klimaschutzbemühungen

Korallenriff vor Osttimor Foto: Nick Hobgood

Auf der ersten Welt-Ozeankonferenz im indonesischen Manado unterzeichneten die sechs Staats- und Regierungschefs der Anrainerstaaten des sogenannten Korallendreiecks - Indonesien, die Philippinen, Malaysia, Papua-Neuguinea, Osttimor und die Salomonen-Inseln - eines der umfassendsten internationalen Meeresschutzabkommen, das es jemals gegeben hat.

Meeresschutzabkommen für Korallendreieck

Der Zehn-Jahresplan umfasst detaillierte Meilensteine und Zielvorgaben um die Bedrohungen für die Korallenriffe und Mangrovenwälder zu bekämpfen und die maritimen Ressourcen, die Lebensgrundlage für mehr als 100 Millionen Menschen sind, nachhaltig und dauerhaft zu schützen. Als eine der Hauptbedrohungsfaktoren gilt der zerstörerische Einfluss des Klimawandels auf das empfindliche Ökosystem des Korallendreiecks, das aufgrund seines Artenreichtums auch als 'Regenwald der Weltmeere' bezeichnet wird.

Schutz für Ökosystem und Klima

Daher müssen neben den Schutzbemühungen für das empfindliche Ökosystem, vor allem auch eine signifikante Reduzierung der Treibhausemissionen stattfinden, um die natürlichen Lebensräume und die davon abhängigen Menschen im Korallendreieck mit internationalen Investitionen zu unterstützen.

Ein vor wenigen Tagen veröffentlichter WWF-Report warnt eindringlich vor den Folgen der Klimaerwärmung für die Region. Wenn nicht bald effektive Lösungen gegen den Klimawandel bereitgestellt werden, werden die Korallenriffe im Korallendreieck bis zum Ende dieses Jahrhunderts verschwunden sein. Das hätte fatale Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt, aber auch auf den Menschen.

Regenwald der Meere

Das Korallendreieck in Indonesien ist eines der artenreichsten Meeresgebiete der Welt und gilt als 'Regenwald der Meere'. Es beinhaltet 30 Prozent der weltweiten Korallenriffe, 76 Prozent aller riffbildenden Korallenarten, mehr als 35 Prozent aller Korallenfischarten sowie lebensnotwendige Laichplätze für wirtschaftlich wichtige Fischarten wie zum Beispiel Tunfisch.

Bei einem Meeresspiegelanstieg oder steigenden Wassertemperaturen ist mit einem Verlust von Korallen, der steigenden Sturmaktivität, schwerwiegenden Dürren und reduzierter Verfügbarkeit von Nahrung durch die lokalen Fischer konfrontiert sehen. Alleine im Korallendreieck würde das hunderte Millionen Menschen zu Klimaflüchtlingen machen.

Verhinderung der Überfischung und Verschmutzung

Der Report 'The Coral Triangle and Climate Change: Ecosystems, People and Societies at Risk' bündelt über 300 wissenschaftliche Beiträge und beinhaltet die Arbeit von über 20 Experten. Ergebnis der Arbeit ist, dass nur ein weltweiter Plan im Kampf gegen den Klimawandel gepaart mit regionalen Maßnahmen zur Verhinderung der Überfischung und Verschmutzung der Meere eine drohende Katastrophe verhindern kann.

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