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Lebensraum Feuchtwiesen

Feuchtwiese Foto:Naturefund

Artenreiche Feuchtwiesen bestehen aus einem Wechselspiel von kleinen Tümpeln, sumpfigen Untergrund und Wiesenflächen mit großen und kleinen Pflanzen. Früher übernahmen Großwildtiere die Mahd, später Sensen und das Vieh der Landwirtschaft. Heute sind es oft große Maschinen.

Artenreiche Feuchtwiesen

Eine Feuchtwiese wird erst durch eine regelmäßige Mahd zu dem, was sie ist: ein artenreicher Pflanzenbestand als Lebensraum einer vielfältigen Tierwelt.

Großwildtiere oder Maschinen?

Früher übernahmen die 'Mahd' Großwildtiere wie Wisent oder Auerochse, die jedoch bei uns seit langem ausgestorben sind. Der Einsatz von Sensen und das Vieh der Landwirtschaft hielten an Stelle der Wildtiere die Pflanzen kurz.

Ab den 70er wurde dann zunehmend gedüngt und große Maschinen eingesetzt. Die Wiesen konnten immer früher gemäht werden. Für viele Arten ist das jedoch viel zu früh.

Kein Dünger und späte Mahd fördert Artenvielfalt

Keinerlei Dünger und ein- bis maximal zweimal im Jahr Mahd fördern lichtliebende und niedrigwüchsige Pflanzen und verdrängen gleichzeitig deren hochwüchsige Konkurrenten. Die Pflanzen, die ihre Stengel und Blätter sehr nahe am Boden ausbilden, können von den Messern der Mähmaschinen nicht erreicht werden.

Bei der Mahd entscheidet der Schnittzeitpunkt damit wesentlich über die Artenvielfalt. Je später gemäht wird, um so mehr Möglichkeiten haben zahlreiche Pflanzen- und Tierarten, in der Feuchtwiese einen Lebensraum zu finden.

Grünland vielerorts sehr artenarm

Vielfach sind im Grünland von Langenselbold nur noch wechselfeuchte bis frische Mähwiesen vorhanden, die zu früh und zu häufig gemäht werden und den meisten Wiesenvögeln keine geeigneten Lebensbedingungen bieten. Ein weiterer Faktor für das Verschwinden von Kiebitz und Co. ist die Trockenlegung der Auenlandschaft.

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