· Naturefund-Landbrief

In stillen Mondnächten

Junger Waldkauz Foto: Bartbblom

In stillen Mondnächten ertönt ein weit schallender Laut unüberhörbar aus unserem Buchenwald. Der Ruf gehört zur zweitgrößten einheimischen Eule, dem Waldkauz.

Ein lauter Ruf

Liebe Leser, lieber Leser,

in stillen Mondnächten ertönt ein weit schallender Laut unüberhörbar aus unserem Buchenwald. Der Ruf gehört zur zweitgrößten einheimischen Eule nach dem Uhu, dem Waldkauz. Der Waldkauz ist etwa 43 cm groß und wiegt zwischen 450 bis 580 Gramm. Seine Flügelspannweite beträgt fast einen Meter. Das Gefieder ist rotbraun bis grau und mit einer dunklen Sprenkelung versehen.

Der Waldkauz - die zweitgrößte einheimische Eule

Entgegen der landläufigen Meinung ist das Sehvermögen nicht nur nachts, sondern auch tagsüber gut. Wie bei allen Eulenarten sind die Augen starr nach vorne gerichtet, was das Gesichtsfeld, d. h. der Raum, der ohne Kopf- oder Augenbewegung gesehen werden kann, relativ einschränkt. Dafür kann der Waldkauz seinen Kopf um 270 (!!) Grad drehen, was den Nachteil der starren Augen mehr als ausgleicht und er so seine Beute schnell finden kann. Auch verfügt der Waldkauz über ein sehr leistungsfähiges Gehör, mit dem er nicht nur die Richtung, sondern auch die Entfernung seiner Beute herausfinden kann.

Sein Lebensraum sind größere Waldungen, aber auch inmitten ländlicher Gebiete mit Parks und Gärten ist er heimisch. Dort ist er nachts aktiv, tagsüber ruht der Waldkauz in dicht belaubten Kronen. Er nistet in Baumhöhlen, alten Greifvogelhorsten, Gebäuden und selten auch in Erdhöhlen.

Im späten Herbst und Winter findet die Balz statt und gegen Februar/März werden dann ungefähr 3 bis 5 Eier gelegt. Diese werden vom Weibchen (welches man anhand des äußeren Erscheinungsbildes nicht vom Männchen unterscheiden kann) ausgebrütet. Nach ca. 4 Wochen schlüpfen die Jungen, die oft schon vor dem Flüggewerden auf umliegenden Ästen umherklettern, aber noch 2 Monate von den Eltern gefüttert werden.

Herzliche Grüße
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