· Sigmar Teuber, Westfälische Nachrichten

Geschenke - nein Danke

Foto: Pixelio

Geschenke unter dem Weihnachtsbaum freuen wohl jeden. Firmen verzichten jedoch zu Gunsten sozialer Projekte zunehmend auf Präsente für ihre Kunden zur Weihnachtszeit.

Welche Geschenke für Firmenkunden?

Ostbevern - Wer hat ihn nicht zur Hand, den Kugelschreiber mit dem Logo irgendeiner Firma. Diese kleinen Werbegeschenke, die den Nutzer an den Betrieb erinnern sollen, von dem er ihn bekommen hat, sind aus dem Alltag kaum wegzudenken.

Doch wie halten es die Unternehmen in der Bevergemeinde mit Präsenten für ihre Kunden zu Weihnachten? Unsere Zeitung hat nachgefragt.

Katrin Steffen, Creative Direktor von Mediastorm design, schickt ihren Geschäftspartnern grüne Karten mit guten Wünschen für die Festtage und fürs neue Jahr. Die Erklärung liefert sie gleich mit: „Die Karten stehen unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit. Wir haben uns entschieden, für unsere Kunden anstelle von Geschenken zehn Bäume im Regenwald Honduras´ pflanzen zu lassen“, steht in der Grußkarte. Durchgeführt werde die Aktion von „Naturefund“, einer gemeinnützigen Naturschutzorganisation, die weltweit Land kauft und wieder aufforstet, um Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu bewahren.

Lieber caritative Zwecke unterstützen

Das Unternehmen Friwo ist nach eigener Auskunft seit etwa zwei Jahren dazu übergegangen, Geschenke nur noch an wenige ausgesuchte Kunden zu schicken. Der Konzern verfüge stattdessen über ein Kontingent das es ermögliche, das ganze Jahr über Gelder für caritative Zwecke zur Verfügung zu stellen. Viele Firmen hätten auch darum gebeten, den Mitarbeitern keine Geschenke mehr zu machen.

Das ganzjährige Engagement für Hilfsprojekte hat sich offenbar auch Hermann Knemeyer auf die Fahne geschrieben. Rita Holtkemper zieht den Einsatz für lokale Projekte wie zum Beispiel Hilfe beim Umbau des ehemaligen Umspannwerks für die Jugendarbeit großen Geschenken für Kunden vor. „Auch viele unserer Lieferanten spenden lieber für caritative Projekte“, weiß sie.

Firmenchefs heute sensibler

Für Guido Krüdewagen, Sprecher der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, ist die zunehmende Zurückhaltung von Unternehmen, wenn es um Weihnachtsgeschenke geht, nicht neu. „Die Sensibilität der Firmenchefs in diesem Bereich ist gestiegen“, berichtet er. Zum einen, um der Unsicherheit zu entgehen, welchen Wert Geschenke an Kunden und Lieferanten haben dürften (Krüdewagen: „Die Flasche Wein geht da sicher noch in Ordnung“), zum anderen, um gar nicht erst den Verdacht der Vorteilsnahme aufkommen zu lassen, lehnten immer mehr Unternehmen das Schenken und Beschenkwerden ab. „Das geht sogar so weit, dass Betriebe lange vor Weihnachten Schreiben versenden, in denen sie in sehr bestimmtem Ton darauf hinweisen, dass weder den Inhabern noch den Mitarbeitern Geschenke gemacht werden sollen“, berichtet der IHK-Sprecher.

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