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Geoengineering

Geoengineering
Foto: Pixabay

Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen der heutigen Zeit. Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt, es kommt zunehmend zu Wetterextremen – Phänomene, die uns allen nicht unbekannt sind. Geoengineering -- Sience Fiction gegen den Klimawandel?

Geoengineering ist nun ein Ansatz, der diese Probleme angehen soll.

Geoengineering, oder auch Climate Engineering, bezeichnet vorsätzliche und großräumige Eingriffe in (bio-)geochemische Kreisläufe der Erde. Mit Hilfe von technischen Mitteln und einem enormen Aufwand, sollen Vorgänge in der Natur, gesteuert werden. Forscher hoffen mit diesen Methoden den fortschreitende Klimawandel von außen verlangsamen, oder optimalerweise ganz stoppen zu können.

Doch einige Geeoengineering-Ideen, hören sich mehr nach Science-Fiction, als nach richtiger Wissenschaft an. Hierzu zählen beispielsweise reflektierende Gletscherverpackung oder auch Wolkenaufhellungen.

Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze denen momentan nachgegangen wird:

1) Maßnahmen, durch die Treibhausgase aus der Atmosphäre entfernt werden.

Mit Hilfe von riesigen Pumpen, soll kaltes Wasser aus der Meerestiefe an die Oberfläche befördert werden. Da kaltes Wasser mehr CO2 aufnehmen kann, als Warmes, soll so das überschüssige CO2 aus der Atmosphäre gebunden werden.

2) Maßnahmen, die Sonneneinstrahlungen zu vermindern.

Forschungserkenntnisse über Vulkanausbrüche werden genutzt, um diese an einer weiteren Stelle anzusetzen.

Bei einem großen Ausbruch, gelangen Asche- und Schwefelwolken in extreme Höhen. Diese schirmen die Erde von einfallendem Sonnenlicht ab. In der Vergangenheit kam es auf Grund dessen, bereits zu einer weltweiten Abkühlung von einem halben Grad. Nun versucht man dieses Naturphänomen nachzuahmen, indem beispielsweise Schwefelpartikel künstlich in in die Atmosphäre eingebracht werden. Diese sollen wie ein globaler Schutzschirm das ein-scheinende Sonnenlicht zurück reflektieren.

Doch es gibt einen Grund warum bislang keine dieser Maßnahmen großräumig eingesetzt wird.

All diese Eingriffe in das Ökosystem Erde sind mit enormer Vorsicht zu genießen. Bislang können keine zuverlässigen Vorhersagen, über die Risiken für die Umwelt gemacht werden. Auch die Folgen für soziale, wirtschaftliche und kulturelle Bereiche der Gesellschaft sind nicht abzusehen. Schon bei der Untersuchung und Erprobung der einzelnen Methoden werden die Risiken sichtbar. So könnten beispielsweise die Schwefelpartikel die Ozonschicht angreifen oder das Wachstum von Pflanzen, durch Reduktion des einfallenden Sonnenlichts, negativ beeinflussen. Auch das Signal, das durch Geoengineering-Maßnahmen entsteht, ist zweifelhaft.

Das übergeordnete Ziel müsste sein, das Engagement im Klimaschutz zu intensivieren, die Abholzung zu stoppen, Ozeane und Wälder zu schützen und somit die Ursachen für die Erwärmung zu bekämpfen. Und nicht nur lediglich die Auswirkungen und Symptome des Klimawandels zu mildern. Nichtsdestotrotz wird weiterhin fleißig an Geoengineering-Maßnahmen getüftelt, der Druck im Klimaschutz steigt stetig an, und wir können gespannt sein, welche kontroversen Ideen zukünftig unsere Erde retten sollen.

 

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