· Naturefund Pressemitteilung

Erste Fläche zum Schutz der Äskulapnatter in Frauenstein gekauft

Die Äskulapnatter Foto: Felix Reimann

Knapp 200 Menschen spenden zusammen 15.000 € für die größte Schlange Europas

Nur noch drei Populationen in Deutschland

Eines der letzten Verbreitungsgebiete der Äskulapnatter in Deutschland liegt in Wiesbaden-Frauenstein. Um dieses zu erhalten, werden die Naturschutzorganisation Naturefund und das Naturschutzhaus Wiesbaden hier eine Fläche von 3.000 m2 ankaufen oder pachten, um darauf ein Schutzgebiet für die seltenste Schlange Deutschlands einzurichten. Durch zahlreiche Spenden ist die Finanzierung der Schutzmaßnahmen jetzt gesichert.

„Wir sind sehr glücklich und dankbar für den Einsatz unserer Spender. Durch ihre Unterstützung können wir den Kauf der Fläche zum Schutz der Äskulapnatter finanzieren. Ein erstes Teilstück von 650 m2 haben wir bereits gekauft“, berichtet Katja Wiese von Naturefund.

Neuer Rückzugsraum entsteht

Auf der gesamten Fläche werden Naturefund und das Naturschutzhaus Wiesbaden ein Schutzgebiet mit geeigneten Lebensbedingungen für die bedrohte Natter einrichten. Hier wird sie Deckung, offene Plätze zum Sonnenbaden, ausreichend Nahrung, Eiablageplätze und frostfreie Räume für die Überwinterung vorfinden. Erst im März hatten die Naturschützer Plätze für die Eiablage vorbereitet. Wenn es jetzt wärmer wird und die Äskulapnatter ihre Winterruhe beendet hat, kann sie diese geschützten Plätze aufsuchen und dort ihre Eier ablegen.

Die Äskulapnatter ist in Deutschland auf der Roten Liste der bedrohten Tiere als „stark gefährdet“ eingestuft. In Deutschland kommt sie nur in vier Gebieten vor – Wiesbaden-Frauenstein und der Rheingau sind dabei das nördlichste. Durch das milde Klima im Rheingau konnte die Natter hier überleben, obwohl sie heute vor allem in Südeuropa und Kleinasien vorkommt. In Deutschland lebt sie vor allem an Trockenhängen, in und am Rand lichter Laubwälder, in Bachtälern und auf Streuobstwiesen.

Faszinierende Äskulapnatter

Die größte Schlange Europas kann in seltenen Fällen zwar bis zu zwei Meter lang werden, für den Menschen ist sie aber völlig ungefährlich. Die ungiftige Natter ernährt sich von Mäusen und anderen kleinen Nagetieren. Auch Vögel und Vogeleier gehören zu ihrer Beute, die sie als guter Kletterer in Büschen und Bäumen erreicht. Neben ihren natürlichen Feinden wie Wildschweinen oder Mardern, ist sie vor allem durch den Menschen bedroht: Straßenverkehr, Mäharbeiten, Pestizide in der Landwirtschaft oder zerstörter Lebensraum gefährden das Überleben ihrer Art.

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Direkt zu dem Projekt:
Rettung der Äskulapnatter

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