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Elektroautos vs. Verbrenner – Vergleich im Rohstoffverbrauch und CO2-Ausstoß

CO2 Rechner Auto
Foto: Naturefund

Immer wieder kommt die Debatte über Elektroautos auf, die im Gegensatz zu verbrennenden Motoren keine CO2-Emissionen auf den Straßen haben.

Bei der Produktion werden jedoch mehr Rohstoffe verbraucht, und auch wenn die elektronischen Fahrzeuge keine Stickoxide ausstoßen, verursachen sie mehr Feinstaub, als Autos mit Verbrennungsmotoren. Welches Auto ist denn nun besser?

Die Probleme der Umweltbilanz

Um die beiden Fahrzeugtypen miteinander zu vergleichen, wird deren Umweltbilanz errechnet. Wichtig ist dabei jedoch, dass dies nicht nur auf die eine, richtige Art und Weise geschieht. Häufig wird versucht möglichst viele Faktoren (aus der Produktion, Nutzung, Wartung und Entsorgung) mit einzubeziehen, um ein möglichst exaktes Bild zu erhalten. Diese Faktoren stützen sich jedoch auf viele verschiedene, zum Teil unbestätigte Annahmen. Oft werden für die Rechnungen unterschiedliche Durchschnittswerte verwendet, die ein Vergleich weiter erschweren.

Welche Größen beeinflussen die Umweltbilanz?

Wird das Elektrofahrzeug nur mit regenerativen Strom angetrieben, ist das besser, als wenn es mit dem aktuellen Strommix versorgt wird. Genauso bei Benzin und Diesel: wird mehr Treibstoff aus „Fracking“ gewonnen, ist dies negativ in der Umweltbilanz. Deshalb spart ein Elektroauto auch über 50 % der CO2-Emmissionen ein - zumindest in Ländern, die ihren Strom nur zu geringen Anteilen aus fossilen Brennstoffen generieren. Wenn sie aber nicht nur mit grünem Strom versorgt werden, verschieben sich die Emissionen nur vom Auspuff der Verbrenner zu den Kraftwerken, die den Strom für elektrische Autos produzieren.Teilweise, zum Beispiel in Deutschland, China, Indien und den USA, ist der CO2-Ausstoß der Stromproduktion so hoch, dass sich das Fahren von Elektroautos langfristig nur eingeschränkt lohnt oder sogar negativ auf das Klima auswirken kann.

Auch die Strecke, die für den Vergleich angesetzt wird, kann das Ergebnis beeinflussen. Unter 50.000 km kann ein elektrischer Kleinwagen seine Produktionsemissionen nur dann wieder reinholen, wenn er zu 100% mit regenerativen Strom versorgt wird. Fährt er sogar über 150.000 km, ist die Klimabilanz dem Verbrennungsmotor schon mit dem derzeitigen Strommix überlegen. Wenn das Elektroauto dann sogar nur mit Ökostrom betrieben wird, stößt es sogar nur noch einen Bruchteil des Vergleichsautos mit Verbrennungsmotor aus. Mit der Laufleistung nehmen die Vorteile zu, deshalb lohnt sich ein elektrisches Auto insbesondere für Vielfahrer.

Allgemein beeinflusst auch die Lebenszeit des Autos die Emissionen. Wenn ständig neue Autos produziert und verkauft werden, und Gebrauchtwagen nach drei Jahren schon verschrottet werden, entsteht ein sehr hoher Ressourcenaufwand und viele Emissionen in der Produktion. Deshalb sollten alle Autos, ob elektrisch oder mit Verbrennungsmotor, möglichst lange genutzt werden.

Nachteile der Elektroautos und Alternative

Die elektronischen Fahrzeuge haben einen verhältnismäßig höheren Rohstoffaufwand, als die Verbrenner. Es wird aber an Recyclingverfahren und an der Wiederverwertung der einzelnen Komponenten gearbeitet. Trotzdem ist es noch nicht sicher, welche Auswirkungen der Abbau dieser Rohstoffe in der Zukunft haben wird. Als eine klimaneutralere Lösung für Wenigfahrer oder Länder, die nicht ausreichend grünen Strom produzieren, würde sich eher ein Hybrid anbieten. Dieser verursacht bei dem aktuellen Strommix weniger CO2-Emissionen und kann zu Kraftstoff- und CO2-Einsparungen von bis zu 15% führen, auch wenn die Produktion minimal höhere Emissionen verursacht.

Zukünftige Entwicklungen

Durch die Energiewende wäre eine sauberere Tankfüllung bei E-Autos denkbar, wobei Diesel und Benziner keine Vorteile erfahren würden. Elektrisches Fahren könnte also jedes Jahr klimafreundlicher werden. Im Gegensatz dazu ist das bei Verbrennern unwahrscheinlich. Eventuell verschlechtert sich die Umweltbilanz sogar, falls wegen der immer knapper werdenden Ressourcen mehr Förderungen aus Teersanden oder durch „Fracking“ notwendig würden.

Abschließend kommt es bei der Frage, was besser ist, auch auf den gesetzten Schwerpunkt an: setzt man den Klimaschutz über den Ressourcenschutz oder andersrum?

Keine der beiden Lösungen ist also optimal, wenn man die Ressourcen und das Klima schützen will. Deshalb muss ein anderer Fokus gelegt werden: Wie können die vorhandenen Fahrzeuge mit minimalem Ressourcenaufwand optimal genutzt werden?

Mögliche Lösungen sind besser ausgebaute und umweltfreundlichere öffentliche Verkehrsmittel, die weitere Verbreitung von Car-Sharing oder Anreize schaffen, damit Autos länger genutzt werden, um die Ressourcen zu schonen.

Möchten Sie den Klimaschutz unterstützen? Dann pflanzen Sie auch Bäume, entsprechend Ihrer CO2-Emissionen. Hier gehts zu unserem CO2-Rechner.

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