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El Niños in bedrohlicher Veränderung

Überschwimmung durch El Niño
Foto: Pixabay

In den letzten Jahren verstärkten sich die Auswirkungen, die Art und Intensität von El Niños. Forscher der Universität Melbourne verglichen die aktuelle Wetterlage mit Daten aus den letzten 400 Jahren: Die Folgen für das Klima sind heute noch drastischer.

El Niño

El Niño ist ein Klimaphänomen, welches sich hauptsächlich im Pazifikraum zwischen der Westküste Südamerikas und dem südostasiatischen Raum ereignet. Seit mehr als 150 Jahren kommt es in diesen Regionen alle zwei bis sieben Jahren zu Umkehrungen der normalen Wettersituation.
El Niño bezeichnet zusammenfassend ungewöhnliche, nicht zyklische und verändernde Strömungen im Pazifik. 

In normalen, nicht vom El Niño beeinflussten Jahren, wird durch die Passatwinde kühles Oberflächenwasser vom Osten des Pazifik in den Westen Richtung Asien gedrückt. Das Wasser heizt sich dort auf und steigt in die Atmosphäre auf. In den Regionen kommt es somit zu Regenfällen.
In einem sogenannten El Niño-Jahr erschlaffen die Passatwinde oder drehen sich sogar regelrecht um, sodass warme Wassermassen aus dem Raum Asiens wieder in Richtung Amerika zurückgelangen. Somit kommt es in Asien vermehrt zu trockenen Phasen ohne Regen, wohingegen es in Amerika um so häufiger regnet. 

El Niño bringt Wettergeschehen auf der ganzen Welt durcheinander

Das Klimaphänomen beeinflusst jedoch nicht nur die Regenfälle in Asien und in Südamerika, sondern bringt weltweit das Wettergeschehen durcheinander. Jährlich entstehen Schäden von circa 33 Milliarden Dollar und kosteten bereits rund 23.000 Menschen das Leben.
El Niños führten zu Dürren in Zentralamerika, im Nordosten und Süden Afrikas, in Südostasien und auf den südwestpazifischen Inseln. In Indonesien folgten Waldbrände, während es im Süden der USA hingegen zu nass wurde und die Menschen mit schweren Überflutungen zu kämpfen hatten.

Korallen liefern erstmals Daten aus den vergangenen 400 Jahren

Klimaforscher der Universität Melbourne prognostizieren, dass es in Zukunft mehr solcher „Monster-El-Niños“ geben wird. Ein neues Analyseverfahren brachte erstaunliche Erkenntnisse: Korallenriffe liefern Daten aus den vergangenen 400 Jahren. 
Korallenstöcke weisen Wachstumsmuster auf und enthalten Isotope, die Aufschluss über das Klima der letzten Jahrhunderte geben. Daraus lassen sich auch Auftreten, Stärke und Dauer der El-Ninos ableiten. Die Analyse ergab, dass sich das herkömmliche Muster der El Niños in den letzten Jahrzenten geändert hat. Die Wetterphänomene traten häufiger auf und nahmen an Intensität zu. 

Besonders markant waren die Veränderungen seit den 1990er Jahren. 
„Wir sehen mehr El Niños im Zentralpazifik in den vergangenen Jahrzehnten“ sagt Mandy Freund von der Universität aus Melbourne. „Über den gesamten Zeitraum der letzten 400 Jahre ist das ungewöhnlich.“ Zudem entdeckte sie mit ihren Kollegen erste Hinweise, dass die Intensität von El Niños im Ostpazifik im gleichen Zeitraum offenbar zunahm. 

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