· Naturefund Baumbrief

Ein Vertrag und viele Ideen für den Regenwald

Candy Alvarado plant mit den Campensinos eine Aufforstung. Foto: Asociación Patuca

Die Tage fliegen und es wird Frühling, auch in Honduras. Die letzten Monate haben wir intensiv an einem neuen Vertrag zwischen Naturefund und der Asociación Patuca gearbeitet. In vielen Gesprächen haben wir schrittweise den Vertrag und mehr besprochen.

Neuer Vertag in Honduras

Liebe Leser, liebe Leserin,

die Tage fliegen und es wird Frühling, auch in Honduras. Die letzten Monate haben wir intensiv an einem neuen Vertrag zwischen Naturefund und der Asociación Patuca gearbeitet.

In vielen  Gespräche haben wir schrittweise nicht nur einen Vertrag für die Zusammenarbeit in den nächsten drei Jahren entworfen, sondern auch über unsere Träume und Visionen für den Park gesprochen.

Aufforsten und Kaufen

Dabei kamen immer wieder zwei wichtige Punkte zum Gespräch, die wir jetzt im neuen Vertrag aufgenommen haben: Zum Einen werden wir zukünftig nicht nur aufforsten, sondern auch  Waldflächen „kaufen“. An sich ist der Nationalpark Patuca per Gesetz geschützt. Ein Kauf oder Verkauf von Flächen ist im Grunde nicht möglich.

Doch der Park ist mit einer Größe von 3.775 km² riesig. Das staatlich finanzierte Personal zum Schutz der Natur ist dünn gesät. So hat sich in den letzten Jahren der Trend entwickelt, Flächen im Nationalpark zu besetzen, zu roden und sie dann später zum Beispiel an Rinderfarmer zu verkaufen. Es ist ein bisschen wie im Wilden Westen.

Menschen und Gemeinden offen

Naturefund kann weder mit seinen finanziellen Mitteln noch mit seiner Größe viel dagegen ausrichten. Und doch gibt es in den Regionen, in denen wir zusammen mit der Asociación Patuca arbeiten, noch mehr Wald, sind die Menschen und Gemeinden offener für den Schutzgedanken.

Daher wollen wir in den kommenden drei Jahren noch bestehende Waldinseln in den besiedelten Gebieten kaufen, pachten oder was immer am effektivsten für den Schutz der noch vorhandenen Waldinseln ist. Gelingt uns das, können wir damit einen Pool von Arten erhalten, der zukünftig die Wiederbewaldung erleichtern kann.

Waldgartenmethode

Gemeinsam mit den Gemeinden wollen wir ein Schutzkonzept für die Waldinseln entwickeln. Eine Idee ist zum Beispiel, rund um die Waldinseln mit der Waldgartenmethode wieder aufzuforsten. Mit dieser Methode kann Primärwald entstehen bei gleichzeitiger Nutzung der Fläche für landwirtschaftliche Produkte.

Damit ist auch der zweite wichtige Punkt genannt: Die Gemeinden im Nationalpark haben zukünftig eine wichtige Rolle bei unseren Schutzbemühungen. Daher haben wir sie als Partner im Vertrag aufgenommen. Jede Gemeinde kann natürlich entscheiden, ob sie mitmachen möchte oder nicht. Doch als wir ihnen im Januar und Februar den neuen Vertrag und ihre mögliche Rolle vorstellten, war die Resonanz sehr, sehr positiv. Es war zum ersten Mal für die Gemeinden und die Menschen, dass ihnen eine Möglichkeit geboten wurde, mitzugestalten.

Ideen im Video

Seitdem explodieren Kreativität und Ideen förmlich. Wir werden zukünftig nicht nur Berichte schicken, sondern auch Videos veröffentlichen, in denen sich die Menschen dort mit ihren Ideen und Träumen für den Nationalpark vorstellen. Ein erstes kleines Video ist bereits online. Dort stellt Candy Alvarado, die Leiterin der Wiederaufforstung, das Büro der Asociación Patuca in der Hauptstadt Tegucigalpa vor. Nelly Paz, die Direktorin der Asociación, hat die Aufnahme gemacht. Es wackelt also ein bisschen und ist noch nicht 'Titanic' von James Cameron:

Video: Candy Alvarado stellt die Asociación Patcua vor

Und – gemeinsam mit vielen haben wir die Zahl von 34.000 Bäumen geknackt! Danke!!

www.naturefund.de/baum

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