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Dörscheider Heide – Artenreiches Biotop in Gefahr

Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub
Foto: Pixabay

Das mediterrane Klima und die Topografie des Mittelrheintals haben zwischen St.Goarshausen und Kaub einen einzigartigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

Offenland braucht Bewirtschaftung

Die Dörscheider Heide ist ein Paradies für viele Offenlandarten. Durch die Beweidung mit Ziegen wurde die Landschaft viele Jahrzehnte offengehalten. Gebüsche und Wälder wurden zurückgedrängt und seltene Arten bekamen die Möglichkeit sich auszubreiten. Auf den mageren Felsböden entstand eines der wertvollsten Biotope am Mittelrhein. Über 650 verschiedene Schmetterlingsarten, viele seltene Vögel, Reptilien, Heuschrecken und andere Insekten wurden gefunden.

In den sechziger Jahren nahm die Bewirtschaftung durch Landwirte und die Beweidung dann jedoch ab. Als die Ziegenherden nicht mehr gebraucht wurden, die Milch aus dem Supermarkt kam, begann das Gebiet zu verbuschen. Zuerst wuchsen Brombeerhecken und Schlehen, dann Gehölze und das artenreiche Offenland verschwand. Der Lebensraum der seltenen Arten war bedroht.

Pflegemaßnahmen retten das Biotop

Zum Artenschutz überlässt man die Natur nicht sich selbst. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord stellt in Zusammenarbeit mit den Umweltverbänden BUND und Gnor einen Pflegeplan auf, um die Verbuschung aufzuhalten und die Landschaft wieder freizustellen. Mit Forstmulchern und Freischneidern wurden Brombeeren und Gehölze entfernt. Auch wird das Gebiet nun wieder beweidet mit Schaf- und Ziegenherden, welche helfen, die Gehölze zurückzuhalten. Durch die Wiederherstellung der Offenlandbiotope können sich blütenreiche Magerrasen und magere Wiesen mit optimalen Lebensbedingungen für unzählige Schmetterlingsarten und andere Insekten wieder entwickeln.

Positiver Effekt für den Tourismus

Die Freistellung der Biotope wirkt sich ebenfalls positiv auf das Landschaftsbild aus und schafft attraktive Erholungsgebiete für Touristen. Das Mosaik aus bunten Wiesen, Magerrasen, Felsen, offenen Weinbergsbrachen mit Trockenmauern und kleinen Wäldchen ist nicht nur für die Tier- und Pflanzenwelt ansprechend. Wanderer bekommen einen eindrucksvollen Einblick in die Besonderheiten des Welterbes Oberer Mittelrhein. Durch Infotafeln, Bänke und Schutzhütten werden die touristischen Aktivitäten weiterhin unterstützt.


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