· Naturefund Landbrief

Die Flussseeschwalbe

Flussseeschwalbe Foto: Andreas Trepte, Wikipedia

Der Naturefund Landbrief berichtet über die Flussseeschwalbe. Ebenso lassen wir einen bekannten Meister zu Wort kommen.

Lieber Leser, liebe Leserin,

diesmal wollen wir Ihnen über einen seltenen Vogel erzählen, der Flussseeschwalbe. Beim Schreiben schien dabei die Sonne, das Meer glitzerte und irgendwie kam uns Goethe in den Sinn, den wir hier ein wenig zu Wort kommen lassen wollen: „Wie herrlich leuchtet mir die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur!“ J. W. v. Goethe

Voll Begeisterung beschrieb Johann Wolfgang von Goethe sein Empfinden der frühlingshaften Natur. Treffender hätte der Dichter niemandem aus der Seele sprechen können - uns eben auch nicht -  der in dieser herrlichen Jahreszeit in der Vorpommerschen Boddenlandschaft unterwegs ist. Denn die Sonne verwandelt derzeit die Ostsee und ihre Lagunen in ein grell glänzendes, bunt blitzendes Funkenmeer.

Funkelndes Brautgeschenk

„ O Mädchen, Mädchen, wie lieb ich dich!“ J. W. v. Goethe

Mit funkelnden Brautgeschenken verleiht das Flussseeschwalben-Männchen seiner Leidenschaft Ausdruck. Die Herzdame darf sich über glänzende kleine Fische freuen, die der grazile Flugkünstler im Stoßtauchgang erbeutet. Eine stolz präsentierte Gabe, welche die Auserwählte überzeugt. Diese Balzfütterungen sind derzeit überall zu beobachten, sogar in besiedeltem Bereich und in den Häfen. Die beste Perspektive bietet sich allerdings vom Wasser aus, zum Beispiel bei einer ausgiebigen Boddenrundfahrt.

Bedrohter Koloniebrüter

„So liebt die Lerche Gesang und Luft, und Morgenblumen den Himmelsduft,“ J. W. v. Goethe

Die Küstenvogelinsel Kirr ist für die Flussseeschwalbe das wertvollste Bruthabitat an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. In den vergangenen 15 Jahren brütete hier die kopfstärkste Flussseeschwalben-Kolonie. Die übersichtlichen Salzgraswiesen und reichen Nahrungsgründe bieten ihnen ideale Bedingungen für die Brut und die Aufzucht der Küken. Gleichwohl ist die Rote-Liste-Art stark gefährdet.

Während noch Mitte der 80er Jahre mit ca. 2.100 Brutpaaren ein Bestandsmaximum in den Küstenkolonien zu verzeichnen war, brach der Flussseeschwalben-Bestand bis heute auf knapp 500 Brutpaare ein. Den Rückgang führen Ornithologen auf Nutzungsänderungen und einen gestiegenen Feinddruck zurück.

Mehr als 28.000 m² auf der Insel Kirr sind schon gesichert!

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