· Wiesbadener Tagblatt, Barbara Yurtöven

Die Artenvielfalt im Blick - Aktion mit Obstbaumschnitt

Speyerling, eine alte Obstbaumsorte Foto: HGON

Naturefund will gemeinsam mit anderen Gruppen die Streuobstwiesen rund um Wiesbaden erhalten. Gut 40.000 Obstbäume wachsen hier, darunter zahlreiche alte, seltene Sorten.

Baumschnittkurs am Wochenende

Für viele Menschen beginnt der Samstag in aller Ruhe und meist auch etwas später als an den normalen Wochentagen. Für Katja Wiese wird aber an diesem Samstag bereits um 6.30 Uhr der Wecker klingeln. Die Erste Vorsitzende und Mitbegründerin der Naturschutzorganisation Naturefund, hat an diesem Tag Einiges vor.

Um 9 Uhr beginnt ein Baumschnittkurs, den Naturefund in Zusammenarbeit mit der Firma Adlung und dem Aktionsbündnis Streuobstwiesen Wiesbaden anbietet, um eine Einführung in den professionellen Baumschnitt für Obstbäume zu vermitteln. Auf einem Grundstück an der Langenhainerstraße in Breckenheim (etwa 300 Meter nach dem Ortsende auf der Anhöhe), stehen dafür zehn alte Hochstammobstbäume zur Verfügung.

Pünktlich wird Katja Wiese vor Ort sein und zuvor auch noch neben ihrer persönlichen Ausrüstung Becher und Thermoskanne eingepackt haben, damit die Kursteilnehmer sich zwischendurch stärken können. Mitmachen können alle, die sich für den Schnitt von Obstbäumen interessieren. Warme Kleidung, feste Schuhe und Arbeitshandschuhe sollten zur Ausrüstung gehören. Die Veranstalter bitten - wenn möglich - um vorherige Anmeldung.

Mit vor Ort sind jeweils zwei Experten der Gartenbaufirma Adlung und des Streuobstkreises. Das Umweltamt stellt einen Container für die Abfuhr des Schnittgutes zur Verfügung.

Katja Wiese freut sich darüber, dass in Wiesbaden alle Vereinigungen, die sich um Streuobst kümmern, gut miteinander kooperieren. „Die Streuobstwiesen sind ein richtiger Schatz“, betont die Wiesbadenerin. „Aber das Wissen um die Pflege muss weitergegeben werden“. Deshalb würden sich die Veranstalter auch freuen, wenn zumindest einige der Kursteilnehmer sich anschließend auch bei der Pflege der insgesamt rund 40 000 Streuobstbäume rund um Wiesbaden engagieren würden. Das Projekt Streuobstwiesen ist das erste von Naturefund vor Ort in Wiesbaden. „Konkret geht es hier zunächst um den Erhalt und die Renaturierung“, betont Wiese. „Vielleicht aber auch später um den Ankauf von Flächen.“

Denn genau das ist die Idee von Naturefund: Der Verein kauft weltweit Wiesen, Wälder und Feuchtgebiete, um diese Lebensräume für die Vielfalt von Tieren und Pflanzen zu bewahren. Mittlerweile erhält Naturefund mit seinen Partnern nach eigenen Angaben 10 000 Bäume im Regenwald Mittelamerikas und hat 80 000 Bäume wieder aufgeforstet. Katja Wiese wird übrigens an diesem Samstag nicht nur zu den Veranstaltern, sondern auch zu den Teilnehmern gehören, und lernen, wie man einen Baum fachmännisch schneidet. Um 12 Uhr ist der Kurs zu Ende. „Darauf stoßen wir dann mit frischem Apfelsaft an, den der Streuobstkreis dankenswerterweise mitbringen wird“, lädt die Naturschützerin ein.

Den Nachmittag hat sie ebenfalls schon verplant. Und wieder ist sie da für Naturefund im Einsatz. „Ich werde ein Skype-Gespräch mit Madagaskar führen“, erzählt die gelernte Marketingexpertin von der Internet-Video-Konferenz.

Dort soll mit der Einrichtung sogenannter Waldgärten begonnen werden. Ein Projekt, mit dem Naturefund und seine Partner in Honduras schon viele positive Erfahrungen gesammelt haben. „Der Wald wird wieder aufgeforstet, und die Bauern vor Ort erwirtschaften mit diesem Prinzip so viele Nahrungsmittel wie noch nie“, freut sie sich über das gute Gelingen.

Machen Sie mit! Bereits mit 5 € können wir 1 m² Wiese pflegen und für 25 € können wir einen neuen Obstbaum pflanzen!

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Sonnenberger Str. 20a, 65193 Wiesbaden
Tel.: +49 611 504 581 011, pressekontakt(at)naturefund.de

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