· Naturefund Pressemitteilung

Der Tod der kleinen Füchse

Fuchsvater mit Welpe. Foto: Luise Dittombée

Die Proteste gegen die erbarmungslose Bejagung der Füchse werden immer lauter. In diesen Wochen kommen viele Jungfüchse zur Welt, die oft von Jägern getötet werden. Bereits 70 Organisationen setzen sich für eine umfassende Schonzeit für Alt- und Jungfüchse ein.

Tod am Fuchsbau

Im April werden die meisten kleinen Füchse geboren. Nach etwa sechs Wochen verlassen Jungfüchse das erste Mal den Bau. Der Anblick spielender, wild umher tollender Fuchswelpen ist einer der schönsten Anblicke in der heimischen Tierwelt. Forschungsergebnisse zeigen aber, dass in der intensiv bejagten Landschaft mehr als drei Viertel aller Füchse in ihrem ersten Lebensjahr zu Tode kommt.

Viel zu kurze Jagdruhe für Elterntiere

Im Jagdgesetz gibt es eine begrenzte Jagdruhe, die den Elterntieren zugestanden wird. Aber diese, zur Jungtieraufzucht notwendige Zeit, ist zu kurz. Außerdem ist es weitgehend dem Jäger überlassen, in welchem Zeitraum er jagt oder nicht jagt. Viele Füchse werden bereits als Jungtiere am elterlichen Bau von Jägern erschossen. Die aktuell geltende Regelung führt vielfach zum qualvollen Tod der Jungfüchse durch Verdursten oder Unterkühlung, da die Elterntiere frühzeitig getötet werden.

Die wichtige Rolle der Fuchsväter

Jeder Fuchsrüde, der nach der Paarung mit einer Fähe (Füchsin) stirbt, steht nicht mehr für die Versorgung der noch ungeborenen Jungfüchse zur Verfügung. Studien zeigen, dass die Welpen "alleinerziehender" Fähen deutlich geringere Überlebenschancen haben und eine schlechtere körperliche Verfassung aufweisen als Jungfüchse, an deren Aufzucht sowohl Vater als auch Mutter beteiligt sind.

70 Organisationen fordern Schonzeit für Füchse

Bundesweit macht sich die Initiative Schonzeit für Füchse mit etwa 70 beteiligten Organisationen dafür stark, eine umfassende Jagdruhe für den Fuchs zu etablieren. „Es ist nicht zu tolerieren, dass Füchse in nahezu allen Bundesländern ohne reguläre Schonzeit verfolgt werden und nicht einmal ihren Nachwuchs unbehelligt von Flinten und Fallen aufziehen können“, erläutert Lovis Kauertz, einer der Initiatoren der Kampagne.

Sinnlose Fuchsjagd

Viele Jäger sehen in Füchsen Beutekonkurrenten oder behaupten, man müsse sie „regulieren“, etwa, um der Ausbreitung von Seuchen wie der Tollwut Einhalt zu gebieten. Doch je mehr Füchse durch Jagd oder Unfälle sterben, desto stärker steigt die Geburtenrate. Andersherum führt eine sinkende Sterblichkeit durch soziale Regulationsmechanismen zu weniger Nachwuchs. Von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, Füchse zu bejagen, kann also keine Rede sein.

Naturefund ist eine der 70 Initiativen, welche die Schonzeit für Füchse unterstützt. „Füchse sind die letzten bei uns lebenden Raubtiere. Wir sollten sie schützen und nicht jagen.“ so Katja Wiese, Geschäftsführerin von Naturefund

Pressekontakt Schonzeit für Füchse
Lovis Kauertz, Am Goldberg 5, 55435 Gau-Algesheim, lovis.kauertz (at) gmail.com (www.jagdfrei.de), Tel. 0177 72 300 86

Dag Frommhold, Eichbergstr. 47, 72639 Neuffen, dag.frommhold (at) fuechse.info (www.fuechse.info)

Pressekontakt Naturefund
Caro Molkenthin
Tel.: +49 611 504 581 014
caro.molkenthin(at)naturefund.de

Naturefund e. V.
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65193 Wiesbaden
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