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Der Lilagold-Feuerfalter

Der Lilagold-Feuerfalter Foto: Naturefund

Der Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe) ist ein kleiner, seltener Tagfalter aus der Familie der Bläulinge. Er ist auch als Kleiner Ampfer-Feuerfalter bekannt. In Hessen sind nur fünf Standorte bekannt, an denen der Lilagold-Feuerfalter vorkommt.

Rasant unterwegs im Zickzackflug

Beim Lilagold-Feuerfalter unterscheiden sich männliche und weibliche Falter deutlich im Aussehen. Die Flügeloberseite der männlichen Falter ist schillernd leuchtend rot-orange gefärbt mit einem violetten Schimmer. Die Flügeloberseite der weiblichen Falter hingegen ist gelbbraun gefärbt und die Flügelränder weiß gesäumt.

Die Flugzeit der Tiere ist Ende Mai bis Juni. Dann fliegen die Tiere in einer Generation im rasanten Zickzackflug durch ihr Revier. Neben dem Lilagold-Feuerfalter gibt es weitere Feuerfalter-Arten mit rot gefärbten Männchen, z.B. der Kleine Feuerfalter, der Dukaten-Feuerfalter  der Violette Feuerfalter und der Große Feuerfalter.

Auch auf Reifenbergerwiesen findet man ihn

Es ist schwierig, einen genauen Lebensraum der Tiere zu definieren, da sie in einem breiten Spektrum von Biotopen vorkommen können.

Meistens handelt es sich um feuchte Wiesen, Bergfettwiesen und Niedermoore, aber auch Magerrasen und Kiesgruben beherbergen ihn. Wichtig bei seinem Lebensraum ist vor allem, dass die Pflanze „Großer Sauerampfer“ vorkommt. Dort legt der Lilagold-Feuerfalter in den Blütenköpfen seine Eier ab. Später dient der Sauerampfer als Nahrungsgrundlage der Raupen.

Die Falter selbst saugen bevorzugt an Schlangen-Knöterich oder der gewöhnlichen Schafgarbe und dem Scharfen Hahnenfuß. Doch die Bauern bekämpfen den Sauerampfer als Unkraut. Dadurch hat der Lilagold-Feuerfalter immer weniger Möglichkeiten, seine Eier abzulegen.

Auch die zunehmden intensive Bewirtschaftung des Grünlandes zerstört seinen Lebensraums mit verherrenden Folgen für die Tiere.

Früher war der Lilagold-Feuerfalter weit verbreitet

Früher war der Lilagold-Feuerfalter fast überall von Nordspanien bis Skandinavien vertreten. Mittlerweile fehlt die Art bereits in Großbritannien, Nordwestfrankreich, in den Küstengebieten Südfrankreichs, im Norden der Niederlande, in Süditalien, dem südlichen Balkan und in Griechenland.

Auch in Deutschland ist er immer seltener geworden. In Hessen kommt er nur noch an ganz wenigen Standorten vor, einer davon sind die Reifenberger Wiesen.

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