· Naturefund Landbrief

Beobachtungstipp: Heuschrecken

Nachtigall Grashüpfer Foto: Christian Gelpke

Mehr als die Hälfte der artenreichen Magerwiese im Taunus ist gesichert! Zahlreiche Heuschreckenarten können aktuell beobachtet werden.

Wiesenmusikanten des Sommers

Liebe Leserin, lieber Leser,

jeder von uns kennt es: Heuschrecken erfüllen jeden Sommertag mit ihrem Gesang und sind nicht wegzudenken aus sonnenbeschienenen Wiesen. Außerdem sind sie eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Tiere, wie auch dem Neuntöter. Und nicht nur das: Bei genauem Hinsehen erkennt man unerwartet hübsch gezeichnete, in manchen Fällen sogar ausgesprochen bunte Sechsbeiner.

Sommerliche Melodie

Wer während windstiller Sommertage aufmerksam durch das Krebsbachtal im Taunus geht, kann sie auch hier kaum überhören - überall "zirpen" Heuschrecken. Am auffallendsten ist dabei das anhaltende Sirren des Grünen Heupferdes, aber auch das kratzende "Srä-srä-srä" des Gemeinen Grashüpfers ist allgegenwärtig. Der typische „Gesang“ entsteht, indem die Tiere ihre Vorderflügel aneinander reiben – sie „stridulieren“, wie der Fachmann sagt. Die Heuschrecken reiben dazu ihre Schenkel in arttypischem Rhythmus über die Vorderflügel. Die Laute werden ausschließlich von den Männchen erzeugt und dienen denselbem Zweck wie etwa der Gesang der Singvögel: Sich den Grillen-Weibchen möglichst attraktiv vorzustellen und gleichzeitig andere Männchen auf Distanz zu halten. Die verschiedenen Heuschrecken lassen sich neben typischen Körpermerkmalen vor allem durch ihren artspezifischen Gesang unterscheiden.

Heuschrecken zeigen Lebensraum-Qualität an

Von den 80 Heuschrecken- und Grillenarten in Deutschland, kommen immerhin 61 auch in Hessen vor. Nur etwa 15 davon sind derzeit noch verbreitet und häufig. Dabei können zwei Gruppen von Schrecken unterschieden werden: die Langfühler- und die Kurzfühler-Schrecken. Bei den ersten sind die sogenannten Antennen länger als der Körper. Die Weibchen haben zudem einen Legebohrer für die Eiablage im Boden, können damit aber nicht stechen.

Aus der biblischen Heuschrecken-Plage sind mittlerweile wichtige Bioindikatoren geworden, ihr Vorkommen oder Fehlen zeigt eine bestimmte Lebensraum-Qualität an. So fliegen im Krebsbachtal nach jedem Schritt über die Wiese noch Dutzende Heuschrecken auf. Leider ist das in anderen Bereichen bereits selten geworden.

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Herzliche Grüße und einen schönen Sommer
wünscht Ihnen das Naturefund-Team

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