· Naturefund Pressemitteilung

Am Weipersgrund geht’s dem Springkraut an den Kragen

Von links nach rechts: Ulrich Fischer, E.ON Mitte Vertrieb, Brigitte von Zydowitz, AGNU Braunfels, Katja Wiese, Geschäftsführerin von Naturefund, Dr. Brigitte Alberternst und Dr. Stefan Nawrath von der Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie. In ihren Händen: Das Indische Springkraut (Impatiens glandulifera). Foto: Naturefund

Rund 30 km südwestlich von Gießen sind in den Tälern des Weipersgrundbaches in den letzten Jahren wertvolle Biotope entstanden: Durch die Renaturierung von Teichen und anderen Feuchtgebieten findet sich hier mittlerweile die größte Population der Prachtlibelle in ganz Hessen. Hinzu kommen 28 Tagfalterarten, 195 Käferarten, 13 Heuschreckenarten und zahlreiche Vögel.

Rückkehr der Auenlandschaft am Weipersgrund

Jetzt starten Naturschutzorganisationen, gemeinsam mit der Universität Gießen und der Unterstützung von E.ON Mitte Vertrieb eine zweite Phase des Renaturierungsprojektes: Ihr Ziel ist diesmal: Das Indische Springkraut zu entfernen.

Dank aufwendiger Renaturierungsmaßnahmen in den Jahren 2007 und 2008 kehrten seltene Arten in den Weipersgrund zurück. In enger Kooperation zwischen der Naturlandstiftung Lahn-Dill-Kreis, der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (AGNU) und der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) wurden Teiche angelegt und Wiesen wieder vernässt.

Ein Wermutstropfen: Das Indische Springkraut

Obwohl die Natur so üppig zurückgekehrt ist, bleibt ein Wermutstropfen: Das Indische Springkraut, eine nicht-heimische Pflanze, breitet sich zunehmend aus und verdrängt die hier vorkommende Flora und Fauna. Dem Springkraut soll es als Nächstes an den Kragen, damit nicht nur die heimische Tier- sondern auch die heimische Pflanzenwelt zurückkehren kann.

Da nicht nur im Weipersgrund das Indische Springkraut immer öfter vorkommt, sondern viele Feuchtgebiete in Deutschland vom dem Fremdling mittlerweile erobert wurden, wird das Projekt über die nächsten drei Jahre wissenschaftlich begleitet.

Wie kann das Springkraut am besten bekämpft werden?

Die Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie untersucht im Auftrag des Regierungspräsidiums Gießen, mit welcher Methode dem Indische Springkraut am wirkungsvollsten zu Leibe gerückt werden kann. Wenn es gelingt, das Indische Springkraut im Weipersgrund zu bekämpfen, kann diese Methode vielleicht auch an anderen Standorten angewandt werden.

Das Projekt führt die Naturschutzorganisation Naturefund gemeinsam mit E.ON Mitte Vertrieb durch, in enger Zusammenarbeit mit der Naturlandstiftung Lahn-Dill-Kreis und unterstützt vom Bürgermeister von Braunfels Wolfgang Keller. Auch der Internationale Bund für Arbeitsmaßnahmen zur Ausbildung von Jugendlichen wird mit anpacken.

Jugendliche vom Internationalen Bund packen an

Es wartet eine Menge Arbeit auf die Naturschützer und deren Helfer im Weipersgrund: Sie müssen das Springkraut auf einer Fläche von insgesamt 45.000 Quadratmetern noch vor dem Aussamen im Juli/August per Hand aus dem Boden reißen. Freiwillige aus der Bevölkerung sind herzlich eingeladen, ihre Muskelkraft bei der schweißtreibenden Aktion einzusetzen.

„Das ist ein im besten Sinne nachhaltiges Projekt. Wir freuen uns, dass unsere Spende für einen schützenswerten Lebensraum eingesetzt wird, an dem sich nicht nur viele Tierarten entfalten, sondern auch Erholung suchende Menschen erfreuen können.“, sagt Ulrich Fischer, Geschäftsführer von E.ON Mitte Vertrieb.

Da die Samen noch nach vier Jahren im Boden auskeimen können, muss diese Maßnahme vier Jahre in Folge durchgeführt werden. Dr. Alberternst und Dr. Nawrath von der Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie Friedberg untersuchen im Auftrag vom Regierungspräsidium Gießen, wie wirkungsvoll die Bekämpfung des Springkraut im Weipersgrund ist.

Zu den Pressefotos: www.naturefund.de/pressefotos

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