· Naturefund-Praktikantin

Als Pioneer bei Naturefund

Júlia Mocsai Foto: Naturefund

Im Rahmen des Programmes Pioneers into Practise verbrachte Julia Mocsai als Praktikantin vier Wochen bei Naturefund. Hier berichtet sie über ihre Aufgaben, Erfahrungen und die Arbeit bei Naturefund.

Pioniere aus fremden Fachgebieten

Im Herbst 2013 habe ich im Rahmen des von der EU geförderten Climate KIC – Pioneers into Practise Programmes, kurz PiP, vier Wochen bei Naturefund als Praktikantin, um genau zu sein als Pionier, verbracht. Prinzipiell geht es um Wissenstransfer, wo Pioniere aus verschiedenen Fachgebieten bezüglich des Themas Klimawandel einen Monat in ihrem Heimatland - in meinem Fall Ungarn - und einen Monat im Ausland bei Unternehmen, Vereinen, Universitäten etc. arbeiten. Die verschiedenen fachlichen Hintergründe führen oft zu spannenden Lösungen.

Naturefund habe ich bei der Wahl von meinem Auslandsmonat ganz bewusst gewählt. Schon beim ersten Blick gefiel mir der Gedanke Land für die Natur zu kaufen, weil es transparent gestaltet und so simpel ist. Auf den zweiten Blick wurde mir erst klar, wie viele und vor allem vielseitige Projekte auf der Tagesordnung stehen.

Schon bei der ersten Skype Besprechung, noch vor Praktikumsbeginn, wusste ich, dass ich eine gute Wahl mit Naturefund getroffen habe. Katja erzählte mir von ihrer Idee der europäischen Klimakorridore, was mir als Landschaftsarchitektin auf Anhieb zusagte. Der Grundgedanke ist, großräumige Lebensräume entlang der Korridore zu verknüpfen um somit Wanderungsbewegungen und Anpassungen an die Veränderungen des Klimas für die Tier- und Pflanzenwelt länderübergreifend zu ermöglichen.

Meine Aufgaben

Weil ein Monat ein ziemlich begrenzter Zeitraum ist, haben wir meine Aufgaben konkretisiert, und uns für die Donau als Projektgebiet entschieden. Die Begründung ist einfach: Zum einen kenne ich die Donau selbst sehr gut, da sein beachtlicher Teil von ihr (417 km) auch durch Ungarn führt. Zum anderen ist Naturefund aktuell dabei, zusammen mit dem bayrischem Ministerium für Umwelt ein erstes Schutzprojekt entlang eines Zuflusses der Donau aufzunehmen. Ich möchte leise mitteilen, dass die ersten Schritte diesbezüglich schon während meiner Praktikumszeit gemacht worden ist.

Meine Arbeit bestand darin, eine erste Datenbank zu erschaffen, die die geschützten und nicht geschützten natürlichen Lebensräume entlang der Donau und die Initiativen und Projekte auf verschiedenen lokalen bis internationalen Ebenen aufzeigt. Diese Datenbank wurde dann auf eine digitale Landkarte mit Informationen und Verlinkungen adaptiert. Zudem haben wir auch für das Konzept der Klimakorridore die erste Grundstruktur entworfen, wo wir die potenziellen Teilnehmer und deren Motivationsfaktoren analysiert haben. 

Neben meinem Hauptprojekt habe ich auch viel von den anderen laufenden Projekten mitbekommen. Gleich am ersten Wochenende haben wir eine Streuobstwiesenaktion veranstaltet, bei der wir mit zahlreichen freiwilligen Helfern einen Vormittag lang gut gelaunt Obstbäume geschnitten, Büsche entfernt und Äpfel gepflückt haben.

Klein aber ohoo - meine Erfahrungen

Hier habe ich die besondere Erfahrung gemacht, dass man auch klein sein kann und mit ganz wenigen Mitarbeitern große Dinge zu erreichen sind. Die Kleinen sind eher flexibel, können schnell Entscheidungen treffen und tatkräftig werden.

Ich habe auch in der Praxis mitbekommen, dass Kommunikation und Wissenstransfer sehr wichtig sind. Wir sollten unser Wissen, unsere Ideen und Erfahrungen immer teilen!

Das Gleiche gilt auch für die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens. Während der Gespräche beim gemeinsamen Mittagessen habe ich viel von meinen Mitarbeitern lernen können. Wir haben die aktuellen Arbeitsphasen, Probleme und Ideen besprochen und sind gemeinsam zu neuen Lösungswegen gekommen.

Auch im Zusammenhang mit anderen Projekten habe ich viele interessante Fakten erfahren, wie beispielsweise über das Aufforstungsprinzip im Regenwald von Honduras. 

Die Arbeitsatmosphäre bei Naturefund ist sehr entspannt, bei den gemeinsamen Mittagessen und Kaffee & Kuchen fühlt man sich gleich gut aufgehoben. Bewusste und gesunde Ernährung wird einem vorgelebt: Wir essen kaum Fleisch und kaufen Bio-Lebensmittel OHNE Plastikverpackung (die Lust auf Plastik vergeht einem sofort, wenn man - wie ich - einen Kurzfilm darüber gesehen hat). Ich habe absichtlich 'wir' geschrieben, denn auch ich konnte meine Kochkünste präsentieren. 

Was ich mit auf den Weg nehme: 

Man sollte immer Träume haben und bereit sein, für diese steinhart zu arbeiten. Dann klappt's bestimmt!!


Für weitere Infos zu den Klimakorridoren klicken Sie
http://naturefund.de/euklid.html

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