· Pressebericht WWF-Deutschland

24 Tigerschädel gefunden

Tiger Foto: Dick Mudde

Anfang Juli entdeckte der taiwanesische Zoll auf einem Schiff aus Indonesien 140 Kilogramm Tigerknochen, darunter 24 Tigerschädel. Sie waren versteckt in Kisten mit Hirschgeweihen. Es ist einer der größten Funde in der Geschichte des illegalen Tierschmuggels.

24 getötete Tiger - die Spitze des Eisbergs

Liebe Leserin, lieber Leser

24 Schädel bedeuten 24 getötete Tiger. Die Knochen stammen sehr wahrscheinlich von Sumatra-Tigern. Deren Bestand schätzen Experten auf nur noch 400 bis 500 Tiere. Nun sind es 24 Tiger weniger und das sind nur die getöteten Tiere, die entdeckt wurden.

Indonesien hat bereits zwei von drei Tiger-Unterarten - den Java- und den Bali-Tiger - durch Wilderei und Zerstörung der Regenwälder verloren.

Jahr für Jahr werden etwa 50 Sumatra-Tiger gewildert

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES regelt den internationalen kommerziellen Handel mit Tigern und Tigerprodukten. Doch laut einer im letzten Jahr veröffentlichten Studie von TRAFFIC werden trotzdem Jahr für Jahr etwa 50 Sumatra-Tiger gewildert.

Die bislang größte Menge Tigerknochen wurde 1993 in Indien beschlagnahmt. Damals fanden die Behörden 293 Kilogramm. Ebenfalls in Indien fand man im Jahr 2000 über 175 Kilogramm Tigerknochen.

Schmuggler drohen hohe Strafen

Den Schmugglern droht nach taiwanesischem Recht eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren und eine Geldstrafe von bis zu 1.500.000 Taiwanesischen Dollar (etwa 38.000 €).

Für einen wirkungsvollen Schutz ist die Kontrolle der Märkte und Handelsketten in Nord-Sumatra wichtig. Ebenso sind härtere Strafen für Wilderer sowie gut ausgebildete und gut ausgestattete Anti-Wilderer-Einheiten für die Rettung der Sumatra-Tiger essentiell.

Potenzmittel zum Artenschutz?

Die Knochen, Zähne, Haare oder Hoden der seltenen Raubkatzen wandern in Länder wie Taiwan, Korea, China, Japan, Singapur und Malaysia. Dort gelten die Körperteile in der traditionellen asiatischen Medizin als geschätztes Heilmittel. Vielleicht könnte der verstärkte Versand von Spam-Mails für Potenzmittel an asiatische Empfänger den Tiger schützen helfen, als illegaler, aber aktiver Artenschutz?

Derzeit gibt es noch sechs Tiger-Unterarten. Ihre Gesamtzahl wird auf höchstens 7.000 Tiere geschätzt.

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