Gedanken zum Film "Séraphine" von Thomas Sarbacher

Foto: Thomas Sarbacher

Als ich die Arbeit von Naturefund kennenlernte, kam mir ein Film über die Malerin Séraphine de Senlis in den Sinn, „Séraphine“ von Martin Provost.

Das Geheimnis der Séraphine

Séraphine ist in diesem Film von Martin Provost eine wortkarge und etwas eigenwillige Person. Sie arbeitet als Putzfrau in einem herrschaftlichen Haus und gibt sich daneben ihrer Leidenschaft, dem Malen, geradezu zwanghaft hin.

Eines Tages entdeckt ein Kunstsammler zufällig ihre Bilder. Er erkennt ihr Talent und ist entschlossen, sie zu fördern. Bei einem gemeinsamen Spaziergang offenbart ihm Séraphine ein Geheimnis. Immer, wenn es ihr nicht gut gehe, erzählt sie ihm, laufe sie hinaus in die Natur und umarme einen Baum.

Die Kraft der Natur

Eine Szene hat mich dabei sehr berührt. Séraphine läuft auf einem Weg entlang einer Wiese mit hochwachsenden Gräsern und Blumem auf einen einzeln stehenden Baum zu. Sie umarmt den Baum und setzt sich dann auf einen Ast.

Man sieht sie, wie sie auf dem Ast des Baumes ihr Gesicht dem kräftigen Wind entgegenhält, der den Baum und die Wiese in wogende Bewegung versetzt. Man hört das Rauschen des Windes und meint beim Zuschauen förmlich die Kraft zu spüren, die diese Frau auf dem Baum beseelt.

Die Natur gibt uns so viel Kraft. Wir sollten achtsam mit ihr umgehen. Ich unterstütze daher die Idee von Naturefund, der Natur Raum zurückzugeben.

Séraphine Louis, 1864 in Arsy, Frankreich, geboren, ist auch unter dem Namen Séraphine de Senlis bekannt. Neben Henri Rousseau ist sie eine der bekanntesten naiven Malerinnen Frankreichs.