Regenwald in Honduras
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16. Oktober 2007
31 Gemeinden sind für Wiederaufforstung
Reise in den Nationalpark
Seit dem 5. November 2007 ist die Forstwissenschaftlerin Anke Henkelmann in Honduras. Ihr Ziel ist die Dokumentation und Evaluierung der Baumpflanzungen im Nationalpark Patuca. Bei ihrer Reise in den Park zwischen dem 26. November und 3. Dezember konnte sie sich selbst ein Bild der Verhältnisse vor Ort machen. Dabei hatte sie sowohl Gelegenheit, sich vom Zustand einiger Pflanzungen zu überzeugen, wie auch die Campesinos, die Kleinbauern vor Ort, kennen zu lernen.
Gut besuchte Informationsveranstaltungen
Die Informationsveranstaltung zum Thema 'Naturschutzgesetzgebung und kommunale Normen' in verschiedenen Gemeinden war gut besucht. Frau Henkelmann konnte dort ihre Arbeit vorzustellen und mit den Dorfbewohnern über deren Vorstellungen sprechen. Dabei wurde erneut deutlich, wie groß das Interesse an den Wiederaufforstungsprojekten ist. Besonders wurden auch noch einmal die positiven Eigenschaften der Fruchtbäume zur Sprache gebracht.
Campesinos sind auf Unterstützung angewiesen
Die Campesinos sind jedoch auf Unterstützung durch unsere Agrarexperten beim Schutz vor Baumschädlingen angewiesen, denn die Blattschneideameise (honduranisch: Zampopo) liebt die jungen Blätter der Triebe in den Baumschulen. Die Bäume des Viveros in der Gemeinde El Venado haben jetzt eine entsprechende Größe erreicht und stehen, wie auf dem Bild zu sehen, jetzt zur Pflanzung bereit. Die Bäumchen werden durch die partizipierenden Gemeindemitglieder bei günstiger Witterung in der Nähe ihrer Häuser ausgepflanzt.
Mahagoni und Fruchtbäume gepflanzt
Den Grossteil der Pflanzungen stellt hierbei der durch Holzeinschlag stark dezimierte Caoba (Swietenia macrophylla) dar, eine Mahagoni-Art. In der Gemeinde Valencia wurden über 2000 dieser Samen eingepflanzt, in El Venado rund 2400, in Bermudaz über 3500, teilweise gemischt mit Laurel- und Cedro-Samen. Die so genannten Fruchtbaumarten machen zurzeit den kleineren Teil der Pflanzungen aus. Die Schulen in den Gemeinden kümmern sich auch um rund 30 Sämlinge der Arten Orange, Avocado, Mango, Limone und Tamarindo, die vor allem den Schulkindern eine vitaminreichere Ernährung ermöglichen sollen.
Auch Tiere profitieren von den Anpflanzungen
Auf lange Sicht dienen die Fruchtbaumarten natürlich nicht nur der Ernährungsverbesserung der einheimischen Bevölkerung sondern auch als Nahrungsgrundlage vieler Tropenwald-Tiere. So lieben zum Beispiel Vogelarten wie Tucan und Lora-Papagei, aber auch Affen und Eichhörnchen diese Früchte und Nüsse. Im Fall der Fruchtbäume ist das Zusammenwirken von nachhaltiger Unterstützung der Bevölkerung sowie Natur- und Ressourcenschutz sehr praktisch umgesetzt.
Tatsächlich gepflanzte Bäume
Die größte Herausforderung für das Team um die Agrarexperten Edgar Castro und Cinthia Gonzales ist nun die Dokumentation der tatsächlich gepflanzten Bäume, an der gerade mit Unterstützung von Frau Henkelmann gearbeitet wird. Jeder Besuch der Gemeinden ist mit einem großen Aufwand verbunden. Pick up und Pferde müssen organisiert, die Gemeindemitglieder informiert werden. Und trotz aller Planung können immer wieder Regenfälle dazwischenkommen, die ein Weiterkommen auf den Waldwegen unmöglich machen.
Konzept für weitere Baumpflanzungen
Die Gemeinden selbst bestehen aus mehreren Familien, die teilweise in zwei Stunden Entfernung zum 'Ortszentrum' der Schule wohnen. Für eine vollständige Dokumentation aller Bäume muss jedes Gemeindemitglied besucht werden. Man kann sich vorstellen, wie viel Zeit dies allein in einer Gemeinde in Anspruch nimmt. Über die dokumentarische Arbeit hinaus, arbeitet Antje Henkelmann ein Konzept für die Organisation eventueller weiterer Baumpflanzungen aus. In diesem Rahmen wird es auch einen detaillierten Abschlussbericht der Wiederaufforstungsmaßnahmen geben, der für Anfang Februar geplant ist.
In den Gemeinden werden die Pflanzungen geplant.
Foto: Asociación Patuca
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Reise in den Regenwald - Grunddaten:
Grunddaten Aufforstung im Regenwald Patuca


