Schutz von tropischem Tieflandregenwald in Costa Rica

Zwei Rote Aras spielen.

Zwei Rote Aras spielen.

Foto: Dr. H. Fried

Naturefund will mit der Fundación de la Universidad Golfito tropischen Tieflandregenwald in Costa Rica schützen.

Waldkorridor mit Tieflandregenwald erhalten

Auf der Halbinsel Osa im Südwesten von Costa Rica gibt es verschiedene Schutzgebiete, wovon am bekanntesten der Nationalpark Corcovado ist. In nur 80 km Luftline Richtung Osten befindet sich der Nationalpark Amistadt im zentralen Hochland von Costa Rica. Dazwischen liegen etwa 5.000 ha tropischer Regenwald, durchzogen von Weiden und Plantagen. In den noch bestehenden Waldgebieten kommen gefährdete Arten, wie Ara, Jaguar und Tapir vor. Aber auch unzählige seltene Schmetterlinge und Vogelarten gibt es zu beobachten.

Dieser Wald war schon in den 90er Jahren im Gespräch, ein Nationalpark oder Schutzgebiet zu werden. Doch leider ist nichts geschehen. Noch heute sind die großen Waldgebiete in Privatbesitz und ungeschützt. teilweise noch Primörwald, an vielen Stellen jedoch schon Sekundärwaldurchhzogen von Weiden und Plantagen. Das Projekt liegt im staatlich anerkannten, biologischen Korridor Amistad-Osa im Südwesten Costa Ricas und verbindet die Schutzgebiete der Osa-Halbinsel an der Pazifikküste mit dem Nationalpark Amistad im zentralen Hochland. Der Vegetationstyp der Region ist Tieflandregenwald. Neben Weide- und Plantagenwirtschaft gibt es noch große Waldgebiete mit gefährdeten Arten, wie Ara, Jaguar und Tapir.

Trotz strenger Gesetze ist die Region durch Wilderei und Holzeinschlag stark bedroht. Auch die isolierte Lage der Küstenwälder ist ein Problem für den langfristigen Erhalt der dortigen Tier- und Pflanzenpopulation, da der genetische Austausch begrenzt ist. Naturefund will den Wald-Korridor, die Artenvielfalt und den Wald als wichtigen CO2-Speicher erhalten. Großflächig vernetzte Lebensräume reagieren zudem stabiler auf Veränderungen durch den Klimawandel. 

Da das Projekt zu groß ist, um dafür allein auf der interaktiven Projektkarte von Naturefund zu sammeln, suchen wir aktuell andere und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten.

Grunddaten

Lage

Das Projekt liegt in der Provinz Puntarenas an der südlichen Pazifikküste und nördlich der Küstenstadt Golfito.

Größe

780.000 m²

Tierwelt

Seltene Vogel- und Großsäugerarten wie Ara, Jaguar und Tapir;

Pflanzenwelt

Tropischer Tieflandregenwald

Besonderheit

Das Projekt liegt in einem noch bewaldeten Korridor, der die Schutzgebiete auf der Halbinsel Osa, darunter den bekannten Nationalpark Corcovado, mit dem Nationalpark Amistad im zentralen Hochland verbindet. In der Region kommen noch größere Populationen gefährdeter Arten vor, wie Ara-Papageien, Jaguar und Tapir. 

Naturefund will 780.000 m² kaufen, die größenteils noch von unberührtem Primärregenwald bedeckt sind. Die Fläche wird von verschiedenen kleinen Flüssen durchzogen, die von zahlreichen großen Urwaldbäumen gesäumt werden.

Geschichte

Bereits Ende der 1990er-Jahre schlossen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Golfito zusammen, um diesen einzigartigen Regenwald zu schützen.

Sie gründeten die Fundación de la Universidad Golfito (FUdG) und schlossen langfristige Pachtverträge mit Landbesitzern, um den Wald zu schützen. Gleichzeitig bauten Sie eine Forschungsstation im Wald auf, die mittlerweile von zahlreichen nationalen wie internationalen Forschern und Forscherinnen genutzt wird. 

Im nächsten Schritt sollen noch intakte Primärwaldflächen gekauft und angrenzende, bereits abgeholzte Flächen wieder aufgeforstet werden.

Partner

Die Fundación de la Universidad Golfito (FUdG) ist Partner von Naturefund vor Ort. Sie setzt den Regenwaldschutz um und wird Eigentümerin der Flächen. 

Betreuungskonzept

Die Natur der Region ist sowohl durch Bevölkerungsdruck, Weide - und Plantagenwirtschaft wie auch durch Wilderei und illegalem Holzeinschlag stark bedroht.

Die isolierte Lage dieser Küstenwälder gefährdet den langfristigen Erhalt der Tier- und Pflanzenpopulationen, da der genetische Austausch mit anderen Populationen begrenzt ist.

Umso wichtiger ist der Kauf von intaktem Primärwald, Schutzmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit, um den noch vorhandenen natürlichen Korridor für eine Vielzahl von Arten langfristig zu schützen.