Größte Schlange Europas vom Aussterben bedroht - Naturefund schützt ihren Lebensraum in Hessen

Äskulapnatter

Äskulapnatter

Foto: Wildlifely

Die Äskulapnatter findet nahe Wiesbaden einen ihrer letzten Lebensräume in Deutschland. Doch er wird zunehmend zerstört und die biologische Vielfalt bedroht! Knapp 200 Menschen spenden zusammen 15.000 € für die größte Schlange Europas. Naturefund hat eine Fläche von über 3.000 m2 angekauft und gepachtet und als Biotop für die Schlange hergerichtet.

Bedrohte Tiere vor unserer Haustür schützen

Die Äskulapnatter ist die größte Schlange Europas. Sie kann bis zu zwei Meter lang werden und ist völlig ungefährlich. Ihr nördlichstes Verbreitungsgebiet ist Wiesbaden und der Rheingau, doch ihr Lebensraum ist akut bedroht. Der massive Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und Siedlungserweiterungen lassen den Lebensraum der Schlangen immer weiter verschwinden. Zudem werden jedes Jahr zahlreiche Tiere durch den Straßenverkehr oder Mäharbeiten getötet. Daher ist die Äskulapnatter in der Roten Liste der Tiere als "stark gefährdet" eingestuft.

Der Name Äskulapnatter ist an den des griechischen Heilgottes Asklepios angelehnt, der sogar Tote wieder zum Leben erwecken konnte. Er stützte sich bereits in den ältesten mythologischen Darstellungen auf den berühmten Äskulapstab. Dieser ist bis heute auf der ganzen Welt das Wahrzeichen der Ärzte und Apotheker. In Europa besiedelt die Natter ein großes Spektrum an Lebensräumen. In Hessen findet man sie vor allem an Trockenhängen, in und am Rande von lichten Laubwäldern, in Bachtälern und auf Streuobstwiesen. Auf dem Speiseplan der Natter stehen vor allem kleine Nagetiere und Vögel.

Kaum noch in Mitteleuropa zu finden

Der Ort Schlangenbad nahe Wiesbaden ist einer der letzten Lebensräume der Äskulapnatter in Mitteleuropa. Aufgrund seines mediterranen Klimas konnte sich dort eine Population der Nattern erhalten, die heute eigentlich nur noch in Südeuropa und Kleinasien vorkommt. In unmittelbarer Nähe gibt es einen idealen Lebensraum für die heimische Schlange. In einem Tal mit reich strukturierter Landschaft bietet sich ein Mosaik von Biotopen, die Deckung, offene Plätze zum Sonnenbaden, ein ausreichendes Nahrungsangebot, Eiablageplätze und frostfreie Räume für die Überwinterung bieten. 

Geschützter Lebensraum

Naturefund hat in dem Tal bei Frauenstein gemeinsam mit dem Naturschutzhaus Wiesbaden ein Grundstück von 649 m² gekauft und als Lebensraum für die Nattern gestaltet. Zusätzlich wurden 760 m² Naturefund als Biotop für die Schlange überlassen und es werden werden weitere 1.753 m² von der Stadt gepachtet, die auch bereits von Naturefund und dem Naturschutzhaus betreut werden

Wir wollen die biologische Vielfalt in dieser Region erhalten und vor allem der bedrohten Äskulapnatter die Chance geben sich in einem geschützten Umfeld wieder zu vermehren.

Insgesamt sind über 3.000 m² für die Schlange als Schutzgebiet eingerichtet und wir sind mit weiteren Besitzern im Gespräch um insgesamt 5.000 m² Land zu schützen.

Ausgezeichnet von der UN-Dekade

Das Projekt zum Schutz der Äskulapnatter wurde von der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Ehrung der UN-Dekade wird an Projekte vergeben, die in vorbildlicher Weise dazu beitragen, die biologische Vielfalt zu erhalten.

Hier klicken für die Projektkarte

Hier klicken für die Projektkarte

Ausgezeichnet von der UN-Dekade für biologische Vielfalt

Ausgezeichnet von der UN-Dekade für biologische Vielfalt

Wirtschaftsprüfer bestätigen integre Arbeit

Erfolgreiche Prüfung von Naturefund durch Wirtschaftsprüfer: Der Verein setzt die Spenden sachgerecht für Naturschutzprojekte ein ...mehr

Naturefund gewinnt Internationale Preise

Datenschutz & Kontakt

Ihre Daten sind bei uns sicher. Sie werden ausschließlich SSL-verschlüsselt übertragen.

Mehr Infos zum Datenschutz

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Sprechen Sie uns an! Tel.: +49 611 504 581 011