Fotofallen im Osogovo Gebirge in Bulgarien

Ein Luchs vor der Fotofalle

Ein Luchs vor der Fotofalle

Foto: BBF

Im Osogovo Gebirge versammelt sich eine unglaubliche Artenvielfalt. Die noch sehr natürlichen Wälder sind Heimat vieler seltener Pflanzenarten, verschiedener Vogelarten und großer Raubtiere wie Bären oder Luchse. Doch die Wälder werden von Abholzung und Fichtenpflanzungen bedroht.

Ein Hotspot der Biodiversität

Mitten im grünen Gürtel des Balkans befindet sich das Osogovo Gebirge auf der Grenze zwischen Bulgarien und Makedonien. Durch die hohe Artenvielfalt ist dieses Gebirge von großer Bedeutung für die Artenvielfalt. Es kommen verschiedene endemische Arten, Reliktarten und weitere seltene Pflanzenarten vor. Auch große Raubvögel und Landraubtiere überfliegen oder durchstreifen die Wälder. Das Osogovo Gebirge ist Teil des europäischen Naturschutznetzwerks Natura 2000 und als "Important Bird Area" (IBA) geschützt.

Zu etwa 60 % ist das Gebirge noch immer von Laubwäldern bedeckt. Die zahlreichen und größtenteils unzerschnittenen Eichen- und Buchenwälder, die bisher die Hänge prägten, werden allerdings teilweise von Fichtenforsten verdrängt. Die Entwicklung in anderen Staaten des Balkans zeigt, dass dieser Prozess der Ausweitung der Fichtenforste ein erster Schritt zu einer großflächigen Verdrängung der natürlichen Wälder sein kann. EURid, Naturefund und EuroNatur wollen daher die Aufmerksamkeit auf diese selten gewordenen alten Wälder lenken, um diesen einzigartigen Lebensraum zu retten.

 

Wissen über die Raubtiere des Osogovo Gebirges

Ziel dieses Projektes ist es, die außergewöhliche Artenvielfalt des Gebirges in Zusammenarbeit mit der örtlichen Bevölkerung zu bewahren. Gelingen soll dies durch die Verbreitung umweltverträglicher Methoden der Ressourcennutzung und durch ein verbessertes Wissen über die Großraubtiere des Gebirges. Bisher sind Informationen über diese Tiere nicht einfach zu ermitteln. Konkrete Informationen fehlen dann zum Beispiel bei der Ausweisung von Schutzgebieten. Die ermittelten Daten können außerdem auch das öffentliche und wissenschaftliche Interesse an den Bergen fördern.

Es ist wichtig alle beteiligten Interessensgruppen in den Prozess der Datenerhebung einzubinden, um Daten zu generieren, die stichhaltige Argumente für einen Schutz des Gebirges liefern und somit die Unterstützung der Öffentlichkeit zu gewinnen.

 

Mehr Kameras, um Wölfe & Co. zu beobachten

Momentan zeichnen auf bulgarischer Seite 9 Kameras und auf makedonischer Seite 11 Kameras das Leben der Wildtiere auf. Damit ist es nicht möglich, die gesamte Vielfalt des Lebens in den Bergen vor die Kamera zu bekommen. Naturefund finanziert nun mit EURid die Anschaffung weiterer 13 Kameras, sodass alle wichtigen Reviere abgedeckt werden können.

Eine Kamera und ihre Installation und Überwachung kostet etwa 300 €. Sie können uns helfen, diesen unglaublichen Hotspot der Biodiversität für seine Bewohner zu schützen. Mit ihrer Spende können wir bald noch mehr Bären, Wölfe und Luchse durch die Wälder streifen sehen!

 

 

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