Aufforstung in Honduras 2007 - 2014

Im Jahr 2007 startete Naturefund das Aufforstungsprojekt im Nationalpark Patuca in Honduras. Unser Partner war die Asociación Patuca, das Nationalparkmanagement. Unser Ziel war, 50.000 Bäume zu pflanzen. Eine Auswertung aller dokumentierten Pflanzungen im April 2015 kam zu dem unglaublichen Ergebnis, dass wir viel mehr Bäume pflanzten:

105.283 Bäume!

Und das sind nur die dokumentierten Pflanzungen, vermutlich sind es noch einige mehr. Lesen Sie selbst:

Übersicht: Alle Pflanzungen Patuca 2007-2014

Mehr Infos: Karte Patuca

Pflanzungen 2007

Baum pflanzen

Baum pflanzen

Foto: Asociación Patuca

Im Jahr 2007 begannen wir für die Wiederaufforstung in den Dörfern am Fluss Cuyamel zu werben. Wir verteilten 11.500 Samen, bauten Baumschulen auf und dokumentierten 1.500 gepflanzte Bäume in Bermudaz.

Kenndaten

Ort: Bermudaz

Anzahl Bäume: 1.500

Baumart: Caoba, Cedro, Fruchtbäume

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Details

Erste Projektphase Januar 2007 bis September 2007: In der ersten Phase ging es vor allem darum zu klären, wie und in welcher Form die Asociación Patuca und Naturefund im Nationalpark aufforsten wollen.

Im Sommer 2007 begannen wir in den ersten Gemeinden das Aufforstungsprojekt vorzustellen und für die Akzeptanz zu werben. Dabei wurde die lokale Bevölkerung für die Bedeutung von Bäumen vor allem auch für die Sicherung ihrer Wasserversorgung sensibilisiert.

Noch ohne großes Gesamtkonzept wurden im Juni 11.500 Baumsamen verteilt. Parallel dazu wurden Baumschulen in den Gemeinden Valencia, Bermudaz, Matamoros, El Venado, Saca Claco, Guarona, Picholo und Aguas Frescas, die im Quellgebiete des Flusses Cuyamel liegen, aufgebaut.

Im Juni setzte die halbjährliche Regenzeit ein, so dass die Setzlinge genügend Wasser bekamen. Auf Wunsch der Bauern haben wir vor allem Samen für Caoba (Mahagoni), Cedro (Zeder), Laurel und Guanacaste verteilt. Diese begehrten lokalen Nutzhölzer wurden überall illegal abgeholzt und sind inzwischen vom Aussterben bedroht.

Zusätztlich haben wir 100 Baumsamen Orange, Manderine, Zitrone, Mango, Cashew und Avocado in den Baumschulen der Gemeinden Valencia, Bermudas, El Venado und Matamoros großgezogen und anschließend in den umliegenden Schulen ausgepflanzt.

Pflanzungen 2008

Ameisenschutz in El Guayabo

Ameisenschutz in El Guayabo

Foto: Asociación Patuca

Die Setzlinge wachsen in den Baumschulen heran und werden nach und nach gepflanzt. Bermudaz und El Guayabo bekommen die Schädlinge in den Griff.

Kenndaten

Orte: Bermudaz, Valencia, Matamoros, El Venado, El Guayabo

Anzahl Bäume: 3.240

Baumart: Caoba, Cedro, Fruchtbäume

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Details

Anfang 2008 erhielten wir die ersten Ergebnisse aus den Gemeinden: In Valencia wuchsen 420 Bäume der 2.100 verteilten Samen heran. In Bermudaz haben es leider nur 80 Bäume geschafft, da die Gemeinde dort schwer mit Schädlingen zu kämpfen hatte. Doch durch die Hilfe der Asociación Patuca hat die Gemeinde das Problem auf Dauer in den Griff bekommen.

In El Venado wurden 720 gepflanzte Bäume dokumentiert. Im März 2008 wurden in Matamores 300 herangewachsene Bäume erfasst, die in einem in einem sehr guten Zustand waren. Dabei hatten wir nicht genug Zeit, alle Parzellen zu besuchen, so dass die Zahl der angewachsenen Bäume wahrscheinlich deutlich höher ist.

Im Juli und August besuchte das Team der Asociación Patuca erneut die Gemeinden Bermudaz, Matamoros, El Venado, Valencia und Guayabo. Wir verteilten insgesamt 3.200 Baumsamen, auf Wunsch der Anwohner vor allem für Mahagonibäume.

In Bermudaz wurde zusammen mit der örtlichen Schule eine weitere Baumschule für 800 Bäume angelegt. Auch in El Venado, Valencia und El Guayabo bauten wir weitere Baumschulen auf. In El Guayabo wurde die Baumschule zum Schutz vor Ameisen sogar auf Stelzen eingerichtet. Im Oktober kamen die Gemeinden Las Marías, La Palosa, El Tigre y Cola del Tigre am Rio Patuca hinzu. Hier wurden vier Baumschulen aufgebaut.

Im Dezember zählten wir schließlich alle gepflanzten Bäume: Bermudaz mit 1.100 Bäumen hatte die Schädlingsplage in den Griff bekommen. In Valencia wuchsen mittlerweile 670 Bäume heran, in El Venado waren es stolze 920 und in El Guayabo trotz der Ameisenplage immerhin 250. Nach Matamoros kamen wir nicht mehr, so dass wir nur die Zahl von 300 Bäumen nennen können.

Pflanzungen 2009

Einrichten der Baumschule in Valencia

Einrichten der Baumschule in Valencia

Foto: Asociación Patuca

Wasserknappheit ist ein großes Problem und die Menschen beginnen zu verstehen, dass Aufforstungen Abhilfe schaffen können. Im Sommer beginnen politische Unruhen, welche die Pflanzungen erschweren.

Kenndaten

Orte: Valencia, Bermudaz

Anzahl Bäume: 18.393

Baumart: Caoba, Cedro, Fruchtbäume

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Details

Bis zum April 2009 hatten wir 10 weitere Baumschulen aufgebaut. Das größte Problem der Gemeinden war jedoch mittlerweile die Wasserknappheit. Durch die ständigen illegalen Brandrodungen der Großgrundbesitzer im Nationalpark verschwanden die Bäume und damit ihre Fähigkeit, Wasser im Boden zu speichern.

Gegen die Macht der Großgrundbesitzer konnte nur das Gesetz und die Polizei helfen, doch die waren im Nationalpark kaum präsent. Im Juni begannen auch noch politischen Unruhen in Honduras, die der Asociación Patuca ihre Arbeit zusätzlich erschwerten. Zeitweise war der Nationalpark aufgrund seiner Grenze zu Nicaragua komplett abgeriegelt, sodass wir das Auspflanzen der mittlerweile fast 30.000 Baumsetzlinge auf Mitte Oktober verschieben mussten war.

Auch im Oktober war es nach wie vor gefährlich, in den Park zu reisen. Dennoch gelang es uns, in Valencia 16.593 Bäume und in Bermudaz 1.800 Bäume rund um Wasserstellen zu pflanzen, um etwas gegen die Wasserknappheit zu tun. In El Venado und El Guayabo pflanzten wir zudem verschiedene Fruchtbaumarten wie Avocados, Zitronen, Mangos, Zimt und Pfeffer, die wir leider nicht gezählt haben.

Was mit den anderen etwa 10.000 Baumsetzlingen geschah, wissen wir nicht. Vermutlich wurden viele gepflanzt, doch darüber haben wir keine Dokumentation. Immerhin legten wir in der nächstgelegenen Bezirkshauptstadt Catacamas ebenfalls eine Baumschule an. Zwar konnten wir die illegalen Brandrodungen im Nationalpark nicht stoppen, doch wir hofften, so ein Zeichen zu setzen und die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die Bedeutung der Bäume für uns Menschen zu lenken.

Pflanzungen 2010

Bäume pflanzen in der Bezirkshauptstadt Catacamas

Bäume pflanzen in der Bezirkshauptstadt Catacamas

Foto: Asociación Patuca

In den Schulen im Nationalpark bauen wir Baumschulen auf. Auch in Catacamas bauen wir zwei Baumschulen in denen 22.000 Setzlinge heranwachsen. Die Feuerwehr von Catacamas hilft dabei.

Kenndaten

Orte: Valencia, Catacamas

Anzahl Bäume: 27.000

Baumarten: Caoba, Cedro, Fruchtbäume

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Details

Im März pflanzten wir mit den Kinder von Bermudaz Bäume rund um eine Wasserstelle. Es war so ein schöner Tag zusammen, dass wir vergaßen, die Bäume zu zählen! Doch an diesem Tag und in den darauffolgenden Wochen wurden mindestens 600 Bäume gepflanzt.

Im Sommer am „Tag des Baumes“ organisierten wir mit der Feuerwehr von Catacamas ein Fest. Trotz des starken Regens waren viele gekommen, darunter der Bürgermeister von Catacamas, der Feuerwehrhauptmann von Department Olancho, die Kinderfeuerwehr und die gesamte Feuerwehrmanschaft von Catacamas. Zeitweise hörte der Regen auf und wir konnten etwa 100 Bäume pflanzen.

Auch im Nationalpark Patuca waren wir aktiv und haben dort mittlerweile mit 96 Familien bzw. Gemeinden Baumschulen aufgebaut, in denen im Jahr 2010 14.800 Setzlinge heranwuchsen. Hinzu kamen fünf Schulen im Park, mit denen wir ebenfalls Baumschulen errichten und insgesamt 1.800 Setzlingen aufzogen.

Wie viele von den Setzlingen gepflanzt wurden, haben wir nur für Valencia dokumentiert, wo 5.000 Baumsetzlinge gepflanzt wurden. In der Bezirkshauptstadt Catacamas bauten wir zwei Baumschulen auf, darunter eine bei der Feuerwehr, in denen gut 22.000 Setzlinge heranwuchsen, die auch alle gepflanzt wurden.

Pflanzungen 2011

Erste Einführung in den dynamischen Agroforst

Erste Einführung in den dynamischen Agroforst

Foto: Asociación Patuca

Wir testen zum ersten Mal die Methode dynamischer Agroforst und die Resonanz der Bauern ist sehr positiv. Ein weiterer Versuch ist die Aufforstung mit Hilfe von Fruchtfressenden Fledermäusen.

Kenndaten

Ort: Matamoros, Palmerales, La Esperanza

Anzahl Bäume: 15.000

Baumarten: Caoba, Cedro, Leucaena, Maranón, Guanacaste

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Details

Das Jahr 2011 war geprägt von der Einführung einer neuer Aufforstungsmethode: Dem dynamischen Agroforst. Im Februar 2011 stellte ein Experte diese Methode bei Naturefund in Wiesbaden vor.

Er behauptete, dass man mit dynamischen Agroforst innerhalb weniger Jahre einen Wald aufbauen kann, der einem Naturwald ähnelt. Gleichzeitig könnten die Menschen auf derselben Fläche ihre Nahrungsmittel anbauen. Der Boden wird verbessert, die Artenvielfalt kehrt zurück, Dünger und Pestizide werden überflüssig und die Menschen haben gleichzeitig weniger Arbeit. Das klang zu schön, um war zu sein. Doch die Bilder, die er uns von Farmen mit dynamischen Agroforst in Bolivien zeigte, waren beeindruckend: Dichter Wald und mittendrin Kakao-, Orangen und Avocadobäume. Sogar Trockenreis könnte man in diesem Wald aufziehen.

Wir wollten es ausprobieren und schickten ihn im April in den Nationalpark, wo er 15 ausgewählten Bauern diese Methode zeigte. Es war Trockenzeit und damit nicht die perfekte Zeit, etwas anzupflanzen. Doch die Bauern begriffen die Prinzipien der Methode und war begeistert. Sie wollten mehr wissen. Also finanzierten wir einen zweiten Workshop im September zu Beginn der Regenzeit. Wir hatten keine Werbung gemacht und eigentlich geplant, mit diesen 15 Bauern erste Parzellen anzulegen. Doch bei diesem zweiten Workshop kamen 56 Männer und Frauen. Und sie hörten nicht mehr auf zu fragen.

Dynamischer Agroforst (in Spanisch Agroforestería dinámica, kurz: AD) baut keine Baumplantagen auf, sondern Waldsysteme mit einer Vielzahl von Pflanzen. Daher haben wir keine Bäume gezählt, vielmehr Parzellen, auf denen 2011 erstmals AD angewandt wurde. Insgesamt wurden mehr als 30 Parzellen mit einer durchschnittlichen Größe von 500 m² auf AD umgestellt, mit etwa 300 Baumsetzlingen und vielen, vielen anderen Pflanzen. Damit haben wir rund 9.000 Bäume gepflanzt. Im Januar 2013 waren übrigens alle AD-Parzellen dicht bewaldet und während auf allen anderen Parzellen die Kakaopflanzen aufgrund von Dürre schwer gelitten haben, haben die Kakaopflanzen in den AD-Parzellen prächtig entwickelt.

2011 gab es eine weitere Neuerung: Wir bauten fünf künstliche Fledermausquartiere in der Nähe von Bermudaz. Da die meisten Fledermäuse in Südamerika Früchte fressen, sind sie perfekte Samenverteiler. Rund um ein Fledermausquartier wächst in kürzester Zeit ein Pionierwald, der eine perfekte Kinderstube für die späteren Urwaldriesen ist. Die gewachsenen Bäume haben wir nicht gezählt, aber es sind einige.

Im Dezember 2011 gewinnt Naturefund den NATIONAL Energy Globe Award für sein Engagement in Honduras.

Pflanzungen 2012

Schüler helfen der Baumschule in Nueva Comayagua

Schüler helfen der Baumschule in Nueva Comayagua

Foto: Asociación Patuca

Dynamischer Agroforst überzeugt uns alle. Naturefund schickt fünf Personen aus Honduras zur Fortbildung nach Bolivien. In den Baumschulen wachsen Tausende von Baumsetzlingen heran.

Kenndaten

Orte: El Tigre, Cigüidá, San Ramón, Palmerales, Nueva Comayagua, Perlas de Cuyamel, La Esperanza, Buenos Aires

Anzahl Bäume: 16.560

Baumart: Caoba, Cacao, Cedro, Fruchtbäume, Maranón, Leucaena, Guanacaste, Flor Amarilla

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Details

Die ersten Ergebnisse der AD-Parzellen waren so überzeugend, dass Naturefund fünf Personen aus Honduras zu einer Fortbildung in AD nach Bolivien schickte. Die Methode basiert auf dem Wissen der indigenen Völker Lateinamerikas. Die Weiterentwicklung wurde in der 1990er Jahren u. a. vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Bolivien gefördert. Daher ist Bolivien eines der Länder mit den größten Erfahrungen in AD.

Candy Alvarado und Nelson Paguaga von der Asociación Patuca, Bayardo Aléman, Professor an der Forstwissenschaftlichen Hochschule von Catacamas (UNA) sowie zwei Bauern aus dem Nationalpark, Lazaró Sauceda und Felix Diaz, fuhren also nach Bolivien, um mehr über die Prinzipien im dynamischen Agroforst zu erfahren.

Als sie zurückkamen, sind alle von dem, was sie gesehen und erfahren haben, begeistert. Der Professor sagt, wir müssen umdenken: Landwirtschaft geht so viel einfacher und mit weniger Schaden für die Natur. Gesagt getan – im Herbst finanzierten wir einen weiteren Workshop in AD im Nationalpark und die fünf Wissensträger, welche AD-Parzellen in Bolivien gesehen hatten, die aus Wald zu bestehen schienen und doch eine unglaubliche Anzahl an Nahrungsmitteln produzierten, waren die besten Botschafter.

Hinzu kamen noch die Setzlinge aus den 100 Baumschulen im Park, von denen 16.560 Bäume gepflanzt wurden. Wir vermuten, dass viele Bäume aus den AD-Parzellen in der Dokumentation 2013 auftauchen, so dass wir diesmal diese Bäume nicht dazu rechnen.

Pflanzungen 2013

Erstmalig wurde im Nationalpark Patuca eine Harpyie mit Nachwuchs entdeckt

Erstmalig wurde im Nationalpark Patuca eine Harpyie mit Nachwuchs entdeckt

Foto: Asociación Patuca

Wir pflanzen 23.000 Bäume vor allem entlang des Rio Patucas. Eine Sensation ist die Entdeckung von einem Paar Harpyien, die im Nationalpark brüten.

Kenndaten

Orte: El Tigre, La Palosa, Las Milpas, Palmerales, Nueva Comayagua, Perlas de Cuyamel, La Esperanza, Buenos Aires

Anzahl Bäume: 42.732

Baumart: Caoba, Cacao, Cedro, Fruchtbäume, Maranón, Leucaena, Guanacaste, Flor Amarilla

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Details

Im Jahr 2013 haben wir knapp 23.000 Bäume vor allem entlang des Rio Patucas gepflanzt, darunter viele Kakaopflanzen, die den Menschen neue Einkommensmöglichkeiten bieten sollen, statt wie bisher durch Brandrodung, Holzeinschlag und Viehwirtschaft. Die AD-Parzellen entwickeln sich gut. Die Menschen berichten uns davon, dass mittlerweile von weit entfernten Regionen im Nationalpark die Menschen kommen, um mit eigenen Augen zu sehen, wovon sie bisher nur gehört haben: Dem essbaren Wald.

Alle 2011 eingerichten AD-Parzellen sind Anfang 2013 dicht bewaldet und die Menschen haben davon so viel zu essen, wie noch nie zuvor.

Ein ganz besonderes Highlight in diesem Jahr ist die Entdeckung von einem Harpyienpaar, das im Nationalpark Patuca brütet. Eine Harpyie kommt nicht nur in der griechischen Mythologie vor, sondern ist ein Waldadler in Südamerika, der zweitgrößte Raubvogel der Welt und sehr selten. In Honduras wurde in den letzten 60 Jahren nur dreimal eine Harpyie nachgewiesen und noch niemals wurde ein Nest entdeckt.

Pflanzungen 2014

Setzlinge werden über den Rio Patuca verteilt

Setzlinge werden über den Rio Patuca verteilt

Foto: Asociación Patuca

Die Ausbildung im dynamischen Agroforst stockt. Die Einbäume der Asociación Patuca müssen repariert werden, so das die Dokumentation der Pflanzunge 2012-2013 erst im Dezember beginnen kann.

Details

Eigentlich wollte wir das Jahr 2014 damit beginnen, im Nationalpark „Promotores“, Trainer in AD auszubilden. Alles war vorbereitet, doch das Trainingskonzept für AD überzeugte uns nicht. Wir wollen ein Lehrmodul aufbauen, um Trainer und Trainerinnen auszubilden, die AD vermitteln können und die Bauern und Bäuerinnen bei der Umstellung begleiten. Zudem gab es Umbruch im Leitungsteam der Asociación Patuca, so dass es für ein halbes Jahr lang kaum weiterging und erst im Sommer eine neue Direktorin eingestellt wurde.

Bevor Naturefund mit der Asociación Patuca das weitere Vorgehen der Aufforstung plant, wollten wir erst einmal eine Dokumentation über die Aufforstungen der letzten Jahre. Doch die Einbäume bzw. Boote der  Asociación Patuca waren kaputt und mussten erst einmal repariert werden. Daher fand mit zeitlicher Verzögerung im Dezember die erste von insgesamt drei Reisen in den Nationalpark statt, um festzustellen, wie viele Bäume 2012 und 2013 gepflanzt wurden. Die letzte Reise wurde im März 2015 durchgeführt.

Dennoch hatten wir 2014 Kontakt mit den Menschen aus dem Park, die AD weiter auf- und ausbauen wollen. In Las Milpas hat sich die Kooperative COAPANPAL gebildet, die gezielt AD weiterverbreiten will und der mittlerweile mehr als 60 Familien angehören.

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Pflanzungen 2015

Dank Ihrer Hilfe konnten wir den Nationalpark Patuca in den Quellgebieten des Rio Cuyamel aufforsten.

Dank Ihrer Hilfe konnten wir den Nationalpark Patuca in den Quellgebieten des Rio Cuyamel aufforsten.

Foto: Asociación Patuca

Der 50.000te Baum wird im März 2015 auf der Webseite gepflanzt und wir beginnen zu zählen. Tatsächlich haben wir viel mehr gepflanzt und zwar: 105.283 Bäume! Wir freuen uns sehr darüber.

Details

Es ist magisch: Am 23.3.2015 erreichte uns die Dokumentation über die Aufforstungen 2012-2014 und am 30.3.2015 wurde offiziell der letzte Baum von 50.000 Bäumen auf unserer Projektkarte gesichert.

Kurz danach begannen wir mit der Zählungen aller dokumentierten Bäume (bis auf 2011) und kommen auf die unglaubliche und wunderbare Zahl von 105.283 Bäume, die wir nachweislich gepflanzt haben. Vermutlich sind es noch viel mehr, da wir eine Reihe von Parzellen nicht erreichen konnten. Das ist ein wunderbarer Erfolg und wir allen, die uns dabei unterstützt haben.

Die nächsten Schritte

Jetzt im April 2015 sind wir mit der Asociación Patuca und den Menschen im Nationalpark im Gespräch, wie die nächsten Schritte aussehen sollen. Wir werden zwar Ende April ein neues Aufforstungsprojekt auf der Webseite von Naturefund beginnen. Doch Naturefund wird den Nationalpark Patuca weiterhinbeim Schutz von Regenwald und bei der Wiederaufforstung unterstützen. Wir werden Ihnen darüber berichten.

Erst einmal freuen wir uns mit Ihnen. Wir haben zusammen mehr erreicht, als wir zu träumen gewagt haben.

Übersicht über alle Pflanzungen inklusive Karte

Übersicht: Alle Pflanzungen Patuca 2007-2014

Mehr Infos: Karte Patuca