Die Einführung von Fremden Arten

Menschen brachten Arten in Gebiete, in denen sie natürlicherweise nicht vorkamen. Auf kleinen Inseln richten dabei fremde Arten oft die größten Schäden an.

Hawaii ist auf den ersten Blick ein Tropenparadies. Doch nur wenige wissen, dass die meisten Arten eingeführt sind.

Es gab so viele Neuansiedlungen von Pflanzen und Tieren auf Hawaii, dass die meisten einheimischen Arten verdrängt wurden und oft ausstarben. Die wenigen einheimischen Arten, die in der Flut der Neuankömmlinge überlebten, zogen sich auf die entlegenen Bergspitzen zurück.

Von den ursprünglich 100 Vogelarten auf Hawaii sind mehr als die Hälfte inzwischen ausgestorben. Die meisten anderen sind stark gefährdet.

Australien ist mit seiner abgelegenen Lage und einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt ein anderes Beispiel für die Folgen der Verbreitung fremder Arten.

Dramatische Folgen hatte hier die Einführung des europäischen Kaninchens. Ohne natürliche Feinde und Krankheiten kam und kommt es unter den Kaninchen immer wieder zu regelrechten Bevölkerungsexplosionen.

Sie fressen dann auf Quadratmeilen jeden Grashalm ab und verursachen Hungersnöte unter den einheimischen Tieren. Letztendlich fallen sie selbst ihrer Verwüstung zum Opfer und verhungern zu Millionen. Bis es zu der nächsten Welle der rasanten Vermehrung von Kaninchen kommt.