21.07.2005, Bild-Zeitung

Wiesbadenerin kaufte 8 Hektar Forst

See und Sumpfald
Foto: Naturefund

Katja Wiese (37) hat sich einen Traum erfüllt: Sie kauft mit Spendengeldern Hessens bedrohte Wälder – und rettet sie so vor dem Untergang. Neuester Sieg der Marketing-Spezialistin: Sie kaufte 8 Hektar Sumpfwald von der Gemeinde Dankmarshausen bei Obersuhl und rettete so Hessens größter Graureiher-Kolonie das Leben!

Der lange Kampf hat sich gelohnt: Mit Genehmigung der Gemeinde verkaufte Katja Baum-Patenschaften – 30 Quadratmeter Wald für 30 EUR. Dann endlich hatte Sie es geschafft:

"Für 55.000 EUR habe ich 6,5 Hektar Wald plus 1,5 Hektar Wiesen und Teich gekauft. Jetzt darf niemand mehr den Wald betreten und er kann sich in den ursprünglichen Naturzustand zurückentwickeln. Das ist ein richtig kleiner Urwald mit seltenen Tieren und Pflanzen."

Dort wachsen Schwarz-Erlen, Eschen, Weiden, Hexenkraut und Pestwurz. Und zwischen den Wipfeln leben 52 Graureiher – Hessens größte Kolonie. Außerdem Schwarzstörche, Pirole, Waldkauz und Wildkatze. Auch Neuntöter und Siebenschläfer findet man im Wald. Über die Wiesen flattern Admiral und Tagpfauenauge, am Teichrand fliegt die Königslibelle. All das wäre ohne Katjas Einsatz verschwunden – abgeholzt, trockengelegt, planiert.

Mehr über das Sumpfwald-Projekt

TV-Bericht über das Sumpfwald-Projekt