11.09.2018, Naturefund

Superfood - die Wahrheit über den teuren Trend

Vergleich Superfood
Foto: Naturefund

Der Supermarkt ist voll davon: Müsliriegel mit Chiasamen, Smoothies mit Matcha-Pulver und Quinoa aus Bolivien. Das teure Superfood hat lange Transportwege und ist oft mit Schadstoffen belastet. Zum Glück gibt es heimisches Superfood, welches genau so gesund ist.

Was ist Superfood eigentlich?

Superfood ist ein Begriff aus dem Marketing, welcher Lebensmittel mit einem höheren Nährstoffgehalt als andere Lebensmittel auszeichnet. Gesundheitsbewusste Verbraucher geben deswegen auch gerne mal etwas mehr Geld für Produkte aus, die als Superfood deklariert werden. Sie werden in den unterschiedlichsten Formen angeboten: getrocknet, als Pulver oder in Kapselform.

Die Schattenseiten der angepriesenen Lebensmittel

Matcha soll den Stoffwechsel ankurbeln und Acai als Schlankmacher dienen – doch leider müssen diese Produkte sehr weite Strecken hinter sich bringen, bis sie hier in Deutschland ankommen. Durch langen Transportwege wird viel CO2 ausgestoßen, welche die Umwelt belasten. Darüber hinaus wurden die Superfoods in einer Untersuchung des Magazins „Ökotest“ unter die Lupe genommen – mit einem ernüchternden Ergebnis. Zwei Drittel der getesteten Produkte fallen mit ungenügend oder mangelhaft durch, weil darin Mineralöle, Blei und/oder eine überhöhte Pestizidmengen aufgefunden wurden. Auch die darunter getesteten Bioprodukte haben trotz Bio-Siegel nicht viel besser abgeschnitten.

Unsere heimischen Alternativen

Nicht zu bestreiten ist jedoch, dass Superfood besonders reich an bestimmten Vitaminen oder sekundären Pflanzenstoffen ist. Nur scheinen viele Verbraucher dabei zu vergessen, dass wir auch in Deutschland tolle Lebensmittel haben, die sehr wohl mit Superfood mithalten können. Und zusätzlich ist die Umweltbelastung aufgrund kürzerer Transportwege weitaus geringer, landwirtschaftliche Standards und faire Arbeitsbedingungen sind gegeben und Ihr Geldbeutel wird auch noch geschont.

Hier ein paar Alternativen:

  • Leinsamen anstatt Chiasamen
  • Schwarze Johannisbeere anstatt Goji-Beere 
  • Heidelbeere anstatt Acai-Beere
  • Hirse anstatt Quinoa 
  • Brokkoli anstatt Weizengras

Übrigens: Auch unsere alten heimischen Apfelsorten sind viel gesünder als die Sorten, die man heutzutage im Supermarkt findet. Sie sind zudem für Allergiker besonders gut verträglich.

Zum Artikel Alte Apfelsorten: Die Stars der Streuobstwiesen


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