Population des Iberischen Luchses bedroht

Iberischer Luchs
Foto: Programa de Conservación Ex-Situ del Lince Ibérico
Jeder tote Luchs ist ein Toter zuviel
Mit dem jungen Männchen starb nicht nur einer der schätzungsweise letzten 150 Iberischen Luchse, sondern vermutlich auch das letzte männliche Exemplar im Süden des Nationalparks.
Die Naturschützer fordern die andalusische Regierung angesichts des bereits zweiten Todesfalls unter den Iberischen Luchsen in diesem Jahr zu einem sofortigen Notfallplan zur Rettung der vom Aussterben bedrohten Katzen auf.
Seltenste Wildkatze der Welt
Der Iberische Luchs, auch Pardellluchs genannt, gilt als die seltenste Wildkatze der Welt: Nur etwa 150 Tiere haben in zwei spanischen Regionen überlebt. Vor zehn Jahren waren es noch fast fünfmal so viele. Ob die scheuen Katzen überleben werden, hängt sehr davon ab, inwieweit es gelingt, ihren Lebensraum dauerhaft zu erhalten.
Die Luchse bevorzugen abwechslungsreiche Landschaften mit Büschen, Waldflächen und offenem Gelände. Da Straßen, Bahntrassen und Gaspipelines ihre Reviere zerstückeln, werden der Austausch untereinander und damit auch die Fortpflanzung immer schwieriger. Zudem endet die Brautschau auf den spanischen Autobahnen mitunter tödlich.
Nachzucht der Iberischen Luchse läuft erfolgreich
Auf der Roten Liste werden die Iberischen Luchse als vom Aussterben bedroht geführt. Der WWF befürchtet, dass die Art innerhalb der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts aussterben wird, wenn die finanzielle und politische Hilfe zum Schutz des Lebensraums ausbleibt.
Da die heutigen Bestände zu klein sind, um neue Populationen zu gründen, ist man auf die Nachzucht der Iberischen Luchse angewiesen. Mit Erfolg: Im März 2005 wurden die ersten drei Luchs-Babys in Gefangenschaft geboren.



