15.05.2017, Wiesbadener Kurier

Misteln werden zum Problem

Mistelbefall
Foto: Naturefund

Die Fortschreibung des Landschaftsplanes, Mistelbefall an Streuobstwiesen und die Ausbreitung der giftigen Herbstzeitlosen: die Natur stand eindeutig im Mittelpunkt bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Igstadt.

Der Wiesbadener Kurier berichtet

Über die Fortschreibung des Landschaftsplanes informierten Dagmar Ringsdorf und Götz von Essen vom Umweltamt. Auf den ausgehängten Plänen erläuterten sie das Vorgehen und die langfristige Planung und attestierten den Schutzflächen am Wickerbach einen guten und artenreichen Zustand, unterstrichen, dass die landwirtschaftlichen Flächen mit dem Vorrang „Ackerbau“ auch zukünftig so genutzt werden sollen und beschrieben die langfristige Umwandlung von Flächen mit Nadelbäumen in standortgerechte Laubwälder. Die Igstadter forderten sie auf, weitere Anregungen, auch auf die Lebensräume von Pflanzen und Tiere, zu geben. Diese können telefonisch oder persönlich zu den Sprechzeiten im Umweltamt vorgetragen werden. Die Pläne sind auch auf der Homepage der Landeshauptstadt zu finden.

Hilfen für die Landwirtschaft

Um die Natur ging es auch beim nächsten Tagesordnungspunkt. Der Verein Naturefund kümmert sich derzeit intensiv um den zunehmenden Mistelbefall auf Streuobstwiesen. „In Ig-stadt, Rambach, Sonnenberg und Breckenheim ist es besonders schlimm“, beschrieb Katja Wiese von Naturefund. Weil das Land Geld bereitstellt, kann der Verein Streuobstwiesenbesitzern anbieten, die Bäume von den Misteln zu befreien. Dafür muss nur ein Formular ausgefüllt werden, das beim Verein und auch bei Ortsvorsteherin Hebenstreit erhältlich ist. Naturefund warnte auch vor der hochgiftigen Herbstzeitlose, die sich mehr und mehr in der Region ausbreite.

Fond für Unwetterhilfen

Einstimmig beschloss der Ortsbeirat den gemeinsamen Antrag aller Fraktionen auf Schaffung eines Fonds „Unwetterhilfen“ mit Hilfsgeldern für die Landwirtschaft. „Nach den Frühsommer-Unwettern im vergangenen Jahr konnte die Landwirtschaft weder beim Land Hessen noch bei der Stadt Hilfsgelder für den Ausfall der Ernte in Anspruch nehmen“, heißt es in der Begründung. Und das sähe man gern geändert.

Auszug aus dem Wiesbadener Kurier Artikel von Barbara Yurtöven

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