13.07.2018, Naturefund

Leitungswasser ist gesund!

Wasser aus dem Hahn
Foto: Pixabay

Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche – es gibt gute Gründe.

Mythen in unseren Köpfen

 

Unzählige „Wassersorten“ stehen mittlerweile in unseren Supermarktregalen und werben mit ihrer Frische und Mineralstoffen. Doch warum greifen wir immer wieder nach den Flaschen, wenn wir doch zu Hause die allerhöchste Trinkwasserqualität haben? Schuld sind Mythen und Fehlinformationen die sich im Laufe der Zeit in unseren Köpfen festgesetzt haben.

 

- Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland.

- Grundwasser ist nicht gleich Trinkwasser! Auch wenn das Grundwasser leider durch Düngemittel und Medikamente verschmutzt wird, gelangen diese nicht in unsere Leitungen. Sie werden von Wasserwerken und Aufbereitungsanlagen heraus gefiltert.

- Verschmutztes Wasser entsteht meistens durch alte Rohre oder Bakterien. Diese Probleme können durch das Installieren neuer Leitungen einfach behoben werden.

- Auch wenn es einige stört, kalkhaltiges Wasser ist nicht ungesund oder minderwertig. Es kann höchstens den Geschmack von Tee oder Kaffee beeinflussen.

 

Miserable Ökobilanz bei Flaschenwasser

 

Fakt ist, der Transport von Wasserflaschen von der Quelle bis zum Supermarkt ist umweltschädlich. Die Wasserwerke Karlsruhe haben berechnet, dass ein Liter Wasser aus einer Flasche für 1.400-mal mehr CO₂-Ausstoß verantwortlich ist, als die gleiche Menge aus dem Hahn. Auch die Produktion von Plastikflaschen wird immer bedenklicher. Denn nur wenige davon werden recycelt, der Rest landet in der Müllverbrennung oder gar wo wir es gar nicht haben wollen, in unserer Umwelt.

Nicht überall auf der Welt existiert ein so einfacher Zugang zu Trinkwasser wie bei uns. Die Plastikflasche oder der Plastikkanister hat oft wenig Alternativen. Doch hier in Deutschland können wir mit dem Konsum von Leitungswasser nicht nur bares Geld sparen, sondern auch helfen die Umwelt zu schützen.