19.06.2018, Naturefund Pressemitteilung

Kehrtwende bei der EU-Agrarpolitik gefordert

Monotone Landwirtschaft
Foto: Pixabay

Naturefund unterstützt Empfehlungen der wissenschaftlichen Beiräte beim Bundesministerium für Landwirtschaft

Ökologische Leistungen bewerten

In ihren kürzlich vorgelegten Stellungnahmen haben sich die wissenschaftlichen Beiräte für Agrarpolitik und für Biodiversität beim Bundeslandwirtschaftsministerium deutlich für eine neue Ausrichtung der EU-Agrarpolitik ausgesprochen. Statt weiterhin über 70 Prozent des EU-Haushalts für Landwirtschaft in Direktzahlungen an Landwirte fließen zu lassen, sollte ein System eingerichtet werden, das landwirtschaftliche Betriebe nach ihren ökologischen Leistungen bewertet und entlohnt. Direktzahlungen, die nicht dem Gemeinwohl – also Umwelt-, Klima- und Tierschutz – dienten, sollten hingegen abgebaut werden, fordern die Beiräte. 

„Die Landwirtschaftspolitik der EU muss dringend ökologischer werden. Dass die wissenschaftlichen Beiräte auch diese Position einnehmen, ist ein wichtiger Schritt gerade jetzt vor Beginn der EU-Verhandlungen zur Agrarpolitik“, bewertet Katja Wiese, Naturefund-Vorstand aus Wiesbaden, die Stellungnahmen der beiden Beiräte. 

„Die biologische Vielfalt nimmt weltweit – und auch in Deutschland - in einem erschreckenden Maße ab. Dabei spielt die industrielle Landwirtschaft eine große Rolle“, fasst Katja Wiese die Situation zusammen. Das bisherige System der Subventionen sei völlig überholt. Was es jetzt brauche, seien landwirtschaftlich Betriebe, die so arbeiteten, dass die biologische Vielfalt geschützt werde und Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz ergriffen würden. Für solche Umweltleistungen, die nachweislich einen Nutzen für das Gemeinwohl bringen, müssten die Betriebe auch entlohnt werden, fordert Wiese weiter.

Pflanzenkohle mit Potential

Naturefund arbeitet in Deutschland und weltweit mit verschiedenen Projekten im Bereich Landwirtschaft. So setzen sich die Wiesbadener Naturschützer für die Zulassung und den Einsatz von Pflanzenkohle ein, ein aus pflanzlichen Reststoffen karbonisiertes Material, das für Böden, Wasserspeicherung, Tierwohl, Klimaschutz und in vielen anderen Bereichen bereits große Vorteile zeigt und dabei völlig natürlich ist. Zum anderen setzt Naturefund in vielen Projekten auf die Aufforstungsmethode dynamischer Agroforst, bei der durch Dichte, Vielfalt und Schnitt der Pflanzen auf einer Parzelle Land die Erntemenge deutlich steigt, Bodenfruchtbarkeit und Wasserspeicherung zunehmen und ehemals karges Land wieder begrünt wird. 

Weitere Informationen:

Zu den Pressefotos: www.naturefund.de/pressefotos 

Zum dynamischen Agroforst: www.naturefund.de/dynamischer_agroforst

Spendenkonto Naturefund:
Nassauische Sparkasse
IBAN DE34 5105 0015 0101 2613 52
Swift: NASSDE55XXX

 

Pressekontakt Naturefund:

Katja Wiese
Tel.: 0611 504 581 019
Email: katja.wiese@naturefund.de

Naturefund e. V., Karl-Glässing-Straße 5, 65183 Wiesbaden


Steuernummer 43/250/76281 • VR 3739 • Registergericht Wiesbaden • Ust-IdNr. DE293241718

P. S.: Ihre Spende kann steuerlich geltend gemacht werden

Land: Bäume: