Gletscher am Äquator

Das Ruwenzori Gebirge
Foto: Dick Mudde
Regenwald und schneebedeckte Gipfel
Mitten in Afrika, fast am Äquator, liegt das Ruwenzori-Gebirge mit seinem überbordenden Regenwald und schneebedeckten Gipfeln.
Mit 5.109 m Höhe ist der Magherita Peak die dritthöchste Erhebung in Afrika. Genau auf seiner Spitze verläuft dabei die Grenze zwischen der D. R. Kongo und Uganda.
Kombination aus Hitze und Schnee
Das Ruwenzorigebirge liegt zwar in einer tropisch-schwülheißen Region, doch ab 4.800m Höhe sind die Gipfel schneebedeckt und voller Gletscher.
Diese Kombination aus Hitze und Schnee ließ eine einzigartige Pflanzenwelt entstehen. Pflanzen, die wir bei uns im Blumentopf ziehen, werden hier gigantisch groß. Dazu gehören Riesenfarne, Hängemoose, mannshohe Lobelien und Senezien und dazwischen liegen immer wieder grüne, schwarze und tiefblaue Seen.
Auf der Suche nach den Quellen des Nils
Zwar entdeckte als erster Europäer der Italiener Gaetano Casati das Gebirge. Doch nur 4 Monate später beschrieb der Forscher Henry M. Stanley auf seiner Expedition (1889 – 1890) nach den Quellen des Nils die schneebedeckten Gipfel und machte es so einem größeren Publikum bekannt.
Nachdem der Park aufgrund der politischen Unruhen in der D. R. Kongo einige Jahre geschlossen war, ist er seit 2001 wieder für den Tourismus geöffnet. Langsam steigen die Zahlen der Touristen im Ruwenzori Nationalpark wieder an.
Dabei unterstützen die Touristen mit ihrer Reise dorthin direkt den Erhalt des Parks mit seiner einzigartigen Pflanzenwelt und verhelfen den dort lebenden Bakonjo zu einer wichtigen Einnahmequelle.



