Brasilien erweitert Amazonas-Schutzgebiet

Panorama Regenwald
Foto: Asociación Patuca
Das größte Naturschutzprojekt der Welt
Im Januar 2009 beginnt damit die Phase II der ARPA-Initiative (Amazon Regions Protected Areas Programme), des größten Naturschutzprojekts der Welt.
Insgesamt sollen bis 2012 rund 600.000 Quadratkilometer Regenwald vor der Zerstörung bewahrt werden. 105 Millionen US-Dollar an internationalen Geldern sind dafür bereits zugesichert.
Auch Kongo will 150.000 km² an Schutzgebieten schaffen
Nach dem Kongo ist Brasilien damit der zweite Staat, der in Bonn die Erweiterung des Regenwaldschutzes ankündigt. Der Kongo hat vor zwei Tagen erklärt, bis zu 150.000 Quadratkilometer neue Schutzgebiete zu schaffen.
Zudem hatten gestern 60 Nationen und die EU-Kommission eine Erklärung unterzeichnet, die globale Entwaldung bis 2020 zu stoppen.
Schutzgebiete können 1,1 Mrd. t CO2 speichern
In der ersten Phase des ARPA-Projektes hat Brasilien seit 2002 rund 225.000 Quadratkilometer Regenwald unter Schutz gestellt und 41 neue Schutzgebiete ausgewiesen.
Eine neue WWF-Studie zeigt, dass in den ARPA-Schutzgebieten bis 2050 etwa 1,1 Milliarden Tonnen Kohlenstoff-Emissionen verhindert werden können, das entspricht vier Milliarden Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent, wenn es gelingt, die Entwaldung hier auf Null zu halten.
Sieben Staaten aus dem Amazonasraum machen mit
Neben dem Ausbau sollen die bestehenden Schutzgebiete weiter verfestigt und ihr Bestand finanziell gesichert werden. Die Geldgeber für das Projekt sind die Global Environment Facility (GEF), die von der Weltbank und mehreren UN-Organisationen getragen wird, die deutsche Entwicklungsbank (KfW), der WWF und die brasilianische Regierung.
Das ARPA-Projekt ist das größte Naturschutzprojekt der Welt und wird neben den oben genannten Stellen von sieben Staaten aus dem Amazonasraum mitgetragen.



