02.01.2018, Naturefund

Bewusst sein …

Regionaler Einkauf
Foto: Pixabay

… dass auch unsere Ernährung Auswirkungen auf unsere Erde hat. Auch wenn man die Zusammenhänge nicht direkt sieht – durch die Entscheidung wie wir uns ernähren beeinflussen wir nicht nur den Klimawandel. 

Regional schlägt International

Neben den qualitativen Vorteilen von regionalen Produkten sind diese auch noch besser für die Umwelt. Die kürzeren Transportwege führen dazu, dass weniger klimaschädliches CO2 ausgestoßen wird. Auch die Verpackung trägt zum Klimaschutz bei: Kaufen Sie frische Ware auf dem Markt ist diese meist unverpackt. Im Gegensatz dazu sind die eingeschweißten Supermarktartikel umso klimaschädlicher. Außerdem unterstützen sie die Bauern aus Ihrer Region und für sie selbst bleibt ein frischeres, zum richtigen Zeitpunkt geerntetes Produkt. 

Auch Naturefund fördert Regionalität. Im Zuge unseres Streuobstwiesenprojektes bieten wir beispielsweise Äpfel alter Sorten zum Verkauf unter dem Wiesbadener Streuobstsiegel an. Die schmecken nicht nur besser, sondern sind auch gesünder. 

Wiesbadener Obst

 


Pflanzliche werden zu tierischen Kalorien

Rund 60 Kilogramm Fleisch isst jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Das sind fast 5 Millionen Tonnen an Fleisch, die die deutsche Nahrungsindustrie jedes Jahr hervorbringen muss. Damit müssen pro Jahr rund 750 Millionen Tiere geschlachtet werden. Ganz unabhängig von der Überzeugung ob dies richtig oder falsch sei, ist die Tatsache, dass diese Tiere wiederum Pflege und Nahrung benötigen. Es entsteht ein enormer Druck auf die Landwirtschaft. 

Wussten Sie, dass wenn sich alle Menschen rein pflanzlich ernähren würden, es mehr als genug Essen für die gesamte Weltbevölkerung gäbe? Allerdings wird ein Großteil der pflanzlichen Lebensmittel den Nutztieren verfüttert. Für die „Umwandlung“ pflanzlicher in tierische Kalorien werden weltweit etwa 70% des Ackerlands bewirtschaftet. Denn um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren, werden bis zu fünfzehn Kilogramm Getreide und 15.500 Liter Wasser benötigt. 

 


Eine fleischbetonte Ernährung fördert Artensterben und Klimawandel

Durch Rodungen für Weideflächen oder Anbau von Futtermitteln werden in vielen Teilen weltweit die Wälder zerstört. Anschließend fördert die intensive Landwirtschaft, besonders die industrielle Tierhaltung, das Waldsterben und bedroht Flora und Fauna. Saurer Regen, Überdüngung und Pestizide gefährden das Überleben vieler Arten, unter anderem auch von den ökologisch wichtigen Wildbienen. Es verschwinden etliche Tier- und Pflanzenarten für immer von unserem Planeten.

Außerdem werden so die „grünen Lungen“ unserer Erde, als die man unsere Wälder bezeichnen kann, zerstört. Mit ihnen auch die einzige Möglichkeit den Klimawandel irgendwie aufzuhalten. Die intensive Landwirtschaft ist nebenbei einer der Hauptverursacher für den Klimawandel. Sie ist verantwortlich für die Freisetzung von weit klimaschädlicheren Treibhausgasen als Kohlendioxid, wie Lachgas oder Methan. Ganz zu schweigen von den indirekten Emissionen durch Lieferung der Futtermittel, Gülle-Entsorgung und der Auslieferung des Fleisches selbst. 

 


Ein guter Vorsatz für das neue Jahr 

Bewusst sein, wie Ihre Konsumentscheidungen die Umwelt und so auch Ihre Mitmenschen und Sie selbst beeinflussen können. 

 


Wie hoch sind die CO2 Emissionen Ihrer Ernährung? 

Natürlich ist es verständlich, dass nicht jedermann komplett auf tierische Lebensmittel oder auf Früchte aus fernen Ländern verzichten möchte. Wir wollen hierfür die Möglichkeit bieten, sich dennoch für die Umwelt einzusetzen und zumindest die anfallenden Emissionen zu kompensieren.

In unserem CO2-Rechner für Nahrung können Sie Ihren individuellen Wert errechnen und prüfen, ob Sie nicht doch etwas an Ihrer eigenen Nachhaltigkeit verbessern können.


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