Bio-Plastik

Was ist Bio-Plastik?

In der Regel sind dies Kunststoffe, hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen und biologisch abbaubar. Die Herstellung ist aus einer Vielzahl von pflanzlichen Rohstoffen wie Zelllulose, Zucker und vor allem Stärke möglich. Die wichtigsten Stärkelieferanten sind Mais, Weizen und Kartoffeln. 

Jedoch sind nicht alle abbaubaren Kunststoffe aus pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen hergestellt. Auch Kunststoffe, welche aus fossilen, nicht nachwachsenden Rohstoffen bestehen, sind teilweise biologisch abbaubar.

Das bedeutet, dass es nicht von der Rohstoffbasis, sondern von der chemischen Struktur abhängt, inwieweit der Kunststoff in natürliche Stoffwechselendprodukte umwandelbar ist. Die meisten biologischen Kunststoffe kommen in Europa im Verpackungsbereich vor. Des Weiteren in der Landwirtschaft, im Gartenbau sowie im Pharma- und Medizinbereich.

Ist Bio-Plastik wirklich besser?

Biologisch abbaubare Kunststoffe für Verpackungen sind insgesamt für die Umwelt nicht besser. Biologische Kunststoffe schneiden zwar beim CO2-Ausstoß und beim Verbrauch von Erdöl besser ab. Betrachtet man jedoch den gesamten Lebenszyklus von Bio-Plastik, so kommt es zu anderen, schwerwiegenden Umweltbelastungen, u. a. durch Düngemittel. Die vermehrt benötigten Düngemittel führen zur Eutrophierung von Gewässern und sauren Böden.

Somit haben Verpackungen auf der Basis von sogenannten Biokunststoffen keine Umweltvorteile. Die Herstellung dieser Kunststoffe muss in Zukunft weiter optimiert werden. Eine interessante Alternative ist die Verwendung von pflanzlichen Reststoffen.